Balaton

Der Plattensee lockt mit sauberen Häfen, moderaten Preisen sowie gutsortierten Kellereien. Text und Fotos von Bodo Müller

Das Thermometer am Clubhaus des Seglerhafens Balatonfüred zeigt 34 Grad im Schatten. Nur ein paar Wolkenfetzen im Westen geben Hoffnung auf etwas Wind. In der engen Hafeneinfahrt herrscht ständiger Verkehr. Unter Segel steuern die Boote - vom Strandkatamaran bis zur 13-Meter-Yacht - aus bzw. in die Marina und sogar in die Box hinein.
Yachtvercharterer Peter Fekete hat uns eine nagelneue ungarische TOP 34 übergeben. Auf der Seekarte sind nicht nur Tiefenlinien, sondern auch wichtige nautische Angaben wie Weinberge und Weinkeller eingezeichnet. Das verspricht einen Törn auf Bacchus' Spuren. Während wir den Motor starten, löst Peter die Festmacher und gibt letzte Tips: "Der schönste Fleck in Ungarn ist der Weinberg Badacsony. Fragt nach dem Keller der Elisabeth. Da gibt's Grauen Mönch." Wir passieren die enge Hafenausfahrt. Gleich hinter den Molenköpfen stoppe ich die Maschine, denn auf dem Balaton gilt Motorverbot. Das Wasser ist türkisblau, nur gelegentlich kräuselt eine leichte Böe den spiegelglatten Plattensee. Wir wollen in einer Woche den Balaton umsegeln und möglichst viele Facetten des ungarischen Meeres kennenlernen. Unser Tagesziel ist die vier Kilometer entfernte Halbinsel Tihany, die westlich vor uns liegt. Auf deren Fels thront in 219 Metern Höhe die am meisten fotografierte Kirche Ungarns.

Den kompletten Artikel finden Sie in Ausgabe 7/2000.
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