Grado

Abstecher. Vanessa Krammer war in Grado, frischte Kindheitserinnerungen mit Retrocharme auf und ergänzte sie durch Altstadt und Lagune. Sie weiß jetzt, wie der Branzino lebt und wo man mit der Yacht ein ruhiges Platzerl findet. Eine Liebeserklärung

Wer Grado in einem Atemzug mit den Billigtourismus-Orten der Fünfziger und Sechziger nennt, zeigt Unwissen. Während Lignano, Bibione oder auch Caorle Opfer des Fremdenverkehrs sind, hat Grado ein hohes Maß an Eigenständigkeit bewahrt und ist nicht zur bloßen Tourismus-Kolonie degradiert worden. Grados Altstadt hat viel Charme und Patina und ist so entzückend, dass man sie für kitschig halten könnte. Naturalmente, auch diese Stadt wächst im Sommer mehr als ihr lieb ist, von rund zehntausend auf dreißigtausend Einwohner, Lignano hingegen von fünftausend auf 300.000. Das macht quantitativ und atmosphärisch einen Riesenunterschied, was sich last but not least in der Gastronomie zeigt; in Grado isst man in der Regel vorzüglich. Und dass Grado direkt am Meer liegt und es zur istrischen Küste gerade mal zwölf Meilen sind, macht die Destination in jeder Richtung attraktiv; sei es für eine Ausflug von Istrien nach Grado oder umgekehrt – falls man das Schifferl in Grado liegen hat. Für beide Varianten gibt es genügend gute Gründe. Auf eigenem Kiel kommend ist der Stadthafen die erste Adresse. Der Weg führt nur ein kurzes Stück durch die Lagune.

Den kompletten Artikel finden Sie in Ausgabe 6/2005.
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