Hausboottörn Charante

Entspannend. Weinfelder, vergessene Dörfer und berühmte Cognac-Häuser: Ein Hausboot-Törn auf der Charente bietet geruhsames, genussvolles Kontrastprogramm. Text: Anke Brodmerkel, Fotos: Detlef Jens

Wie lange, nasse Finger wachsen die Schlingpflanzen vom Grund des Flusses empor bis dicht unter die Wasseroberfläche. Gespenstisch wabern sie in der leichten Strömung, wellenförmig bewegen sich dichte Felder dieser verkehrten Unterwasser-Lianen. Anderswo schwimmen Seerosen auf dem Fluss, wieder ein paar Meter weiter sind am Grund Gewächse erkennbar, die wie dichtes Gebüsch wirken. Stundenlang könnte man hier ins Wasser schauen.
Langsam gleiten wir mit unserem in Cognac gecharterten Hausboot auf dem seichten Fluss dahin. Urlaub auf der Charente, das ist eine Entdeckungsfahrt zwischen Landschaft und Kultur. Schon vor 4500 Jahren sollen Menschen mit primitiven Booten diesen Fluss befahren haben. Spätestens seit dem Mittelalter gilt er als wichtigster Handelsweg zwischen dem Hinterland und der Atlantikküste. Heute ist die insgesamt 361 Kilometer lange Charente auf 147 Kilometern zwischen Angoulème und Rochefort an der Mündung schiffbar.
Einen ersten Aufschwung erlebte die Flussschifferei im 17. Jahrhundert. Damals war der Strom noch vollkommen naturbelassen.

Den kompletten Artikel finden Sie in Ausgabe 5/2005.
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