Tunesien

Cous-Cous und Pasta. Wer sich morgens von den Glocken Pantellerias verabschieden lässt, wird am Abend vom Muezzin im tunesischen Kelibia willkommen geheißen. Der Canale di Pantelleria trennt Okzident und Orient und verbindet zwei Segelreviere, die sich in ihrer Gegensätzlichkeit nicht besser ergänzen könnten. Von Carl Victor

Sirius’ Licht spiegelt sich im Meer, blau und rot leuchten Rigel und Beteigeuze des Himmelsstreiters Orion. Algol, des Perseus wankelmütiges Teufelshaupt, verbirgt sich in dieser Nacht schwach glimmend zwischen den Sternen unserer Milchstrasse, dieser Heimat von Milliarden von Sonnen und doch nur Galaxie unter Millionen von Galaxien. Gibt es Schöneres als bei einem Nachttörn im Cockpit zu liegen und zu träumen?
Ein Blick in die Runde zeigt im Nordwesten ein schwach glimmendes rotes Navigationslicht, überragt von zwei Dampferlichtern, deren Position und Kurs mich den Sternenhimmel schnell vergessen lassen. Sagen sie mir doch, dass hier ein Verhängnis auf uns zukommt, von dem wir uns besser fern halten sollten! Sehr nahe kommt es, ohne ein Zeichen zu geben, dass es unser Wegerecht zu beachten gedenkt. Als es dunkel und drohend vor uns aufragt, drehe ich bei und lasse die Wände aus Stahl keine 12 Fuß entfernt an uns vorbeiziehen. Nach diesem Muntermacher muss ich mich erst am Feuer von Cap Bon orientieren.

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