
Die beiden Surf-Olympiasieger Carissa Moore und Italo Ferreira triumphierten beim Corona Cero New Zealand Pro in Raglan und feierten emotionale Siege als frischgebackene Eltern.
Die geschichtsträchtige Linkswelle von Manu Bay bot die perfekte Kulisse für das erste Event der World Surf League Championship Tour auf neuseeländischem Boden. Bei perfekten, sauberen Bedingungen mit Wellenhöhen von bis zu anderthalb Metern demonstrierte die fünffache Weltmeisterin Carissa Moore ihre Ausnahmeklasse. Nach einer zweijährigen Babypause kehrte die Hawaiianerin eindrucksvoll auf das Podest zurück. Bereits im Halbfinale setzte sie mit einem beinahe makellosen Heat-Ergebnis von 19,00 Punkten ein klares Ausrufezeichen.
Im packenden Finale verwies sie die Kalifornierin Sawyer Lindblad auf den zweiten Platz und sicherte sich damit den 29. Einzelsieg ihrer Karriere. Moore reiht sich damit in den exklusiven Kreis jener Athletinnen ein, die als Mutter ein Elite-Event der Tour gewinnen konnten.
Bei den Herren unterstrich Italo Ferreira die aktuelle Vormachtstellung der brasilianischen Surfer. Der Olympiasieger von Tokio zeigte im Finale gegen den Australier Morgan Cibilic ein gewohnt explosives Repertoire an Manövern. Mit diesem elften Triumph auf der Championship Tour übernahm der Brasilianer gleichzeitig die Führung im Gesamtranking und wird beim kommenden Stopp in El Salvador im gelben Trikot des Spitzenreiters an den Start gehen. Genau wie Moore widmete auch Ferreira diesen Erfolg seiner neuen Rolle als Vater.
