Margret River Recap: Wachablöse der Jungen Wilden

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PWA/Scotty Bauer

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Bei der PWA Margaret River Wave Classic in Westaustralien sorgen Nachwuchstalente wie Jake Ghiretti und Sarah Kenyon für Aufsehen und bezwingen erstmals die etablierten Profis.

Der australische Windsurf-Star Jaeger Stone (Severne Windsurfing) bewies beim Margaret River Wave Event, dass er auch nach Jahren fern der Tour nichts von seiner Klasse eingebüßt hat. Mit flüssigen Carves, kraftvollen Sprüngen und makellosem Stil dominierte der Westaustralier seine Heats und ließ keinen Zweifel daran, dass er weiterhin zur Weltspitze gehört. Nach dem verpassten Finale im Vorjahr trat Stone jedes Duell mit eiserner Entschlossenheit an – belohnt wurde er mit einem nahezu perfekten Score von 15,84 Punkten.

„Dieses Jahr lief für mich einfach alles zusammen“, so Stone nach seinem Sieg. „Jede Session war hart umkämpft, aber genau das liebe ich an diesem Spot.“ Der 35-Jährige deutete an, 2026 wieder bei mehreren World Tour Stopps antreten zu wollen – mit Chile und Fiji im Fokus.

Doch das Wochenende gehörte nicht allein Stone. Der Däne Simon Thule (PATRIK / PATRIK Sails) und der erst 19-jährige Lokalmatador Jake Ghiretti (Severne Windsurfing) machten den etablierten Profis das Leben schwer. Der fünfache-Weltmeister Philip Köster musste sich nach mehreren heftigen Stürzen geschlagen geben. Ghiretti sorgte mit einem spektakulären Dreifach-Aerial für die höchste Einzelwertung des Contests (8,73 Punkte) und krönte sich zum Zweiten.

Bei den Damen schrieb Shootingstar Sarah Kenyon (Severne Windsurfing) ein neues Kapitel australischer Windsurfgeschichte. Die erst 17-Jährige aus Geraldton bezwang in einem packenden Finale die erfahrene Lokalheldin Jane Seman mit einem hauchdünnen Vorsprung von 0,06 Punkten. Dank ihres Surfbackgrounds fand Kenyon präzise Linien und kombinierte enge Snaps mit einem kontrollierten Air.

„Hier zu gewinnen war ein Traum, von dem ich nie dachte, dass er so früh wahr wird“, sagte Kenyon strahlend. Seman, zugleich Organisatorin des Wettbewerbs, zeigte sich begeistert: „Sarah hat ein unglaubliches Gespür für die Welle. Sie wird eine der ganz Großen werden.“ Die Ränge drei und vier gingen an die Routinierten Karin Jaggi (PATRIK) und Maria Andrés (Hot Sails Maui).

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