
Extrembedingungen und Dramatik pur beim PWA Grand Slam in Sotavento: Während Justine Lemeteyer mit vier Laufsiegen in Serie souverän zum Damen-Titel im Slalom X fuhr, musste Matteo Iachino bei den Herren nach einem Patzer im zehnten Lauf bis zur letzten Wettfahrt um Gold zittern.


Die ersten Slalom X World Champions Justine Lemeteyer und Matteo Iachino.
© Carter/PWA WorldtourBeim PWA Grand Slam im windverwöhnten Sotavento fand die Premieren-Saison der Disziplin Slalom X ihren krönenden Abschluss: Das neu eingeführte Format kombiniert klassisches Windsurf-Slalom auf Finne mit Schikanen, Hindernissen und Steilkurven im ruppigen Wasser. Auf Fuerteventura wurden nach dem Auftakt auf Gran Canaria nun die allerersten Weltmeistertitel der Slalom-X-Geschichte vergeben. Böen von über 50 Knoten verlangten den Athleten physisch wie mental alles ab.
Bei den Damen entwickelte sich der Kampf um die Krone zwischen Jenna Gibson, Femke van der Veen und Justine Lemeteyer. Am entscheidenden Wettkampftag zeigte Lemeteyer jedoch eine dominante Leistung: Die 23-jährige Französin gewann alle vier Eliminations des Tages in Folge und sicherte sich damit verdient ihren ersten Slalom-X-Weltmeistertitel vor der Niederländerin van der Veen und der Britin Gibson.
Wesentlich dramatischer verlief die Entscheidung bei den Herren. Matteo Iachino ging mit einem scheinbar komfortablen Vorsprung in den Finaltag, verpasste im zehnten Lauf jedoch überraschend das Finale der besten Acht. Sein schärfster Verfolger Pierre Mortefon nutzte die Chance, siegte im zehnten Durchgang und erzwang ein alles entscheidendes elftes Rennen.
Dort behielt Iachino schließlich die Nerven: Während Mortefon erneut auf Platz eins fuhr, begnügte sich der Italiener taktisch klug mit dem zweiten Rang. Dieser zweite Platz reichte Iachino knapp, um sich neben Lemeteyer den ersten Weltmeistertitel in der Geschichte des Slalom X zu sichern.
