
Gert Schmidtleitner / UYCAs
130 Athleten aus 15 Nationen bestritten im Union-Yacht-Club Attersee die KIA Windsurfer LT Europameisterschaft.
Das Salzkammergut war Ende Mai Austragungsort der KIA Windsurfer LT Europameisterschaft. Vom 26. bis 31. Mai versammelte sich das internationale Feld im Union-Yacht-Club Attersee (UYCAs). Neben Nachwuchstalenten nahmen auch erfahrene Regattasegler an den Wettfahrten des von KIA gesponserten Events teil, um sich auf den Einheitsboards zu messen.
Bereits am ersten Wettfahrttag ermöglichten westliche bis nordwestliche Winde mit Stärken von bis zu 15 Knoten den Start des Programms. Die Wettfahrtleitung setzte auf GPS-gesteuerte Elektro-Bojen. Diese Technik erlaubte es, die Kurse flexibel auf die Winddreher auszurichten, ohne Ankerleinen einsetzen zu müssen. Auf diese Weise konnten drei reguläre Wettfahrten absolviert werden.
Die Wertungen wurden zur Gewährleistung der Chancengleichheit in Gewichts- und Altersklassen unterteilt. Aus österreichischer Sicht nutzte Christoph Sieber, der Olympiasieger von Sydney 2000 seinen Heimvorteil und gewann die Wertung der Leichtgewichte (Men Light). Er setzte sich gegen den Niederländer Peter Van Schie und den Neuseeländer Bruce Kendall durch. In der Gesamtwertung der Herren belegte Sieber als bester Österreicher den fünften Platz.
Der Gesamtsieg bei den Herren ging an den Niederländer Marcel van der Ploeg. Er gewann die EM-Wertung vor dem Deutschen Lasse Brudek, der wiederum die Kategorie der mittelschweren Fahrer (Men Medium) anführte. Den dritten Platz belegte der Franzose Jean Michel Pautrec.
In der Damenkonkurrenz sicherte sich Olga Gorbatykh aus den USA den Tagessieg in der offenen Wertung vor der Italienerin Bruna Ferracane. Da die US-Amerikanerin als Nicht-Europäerin außerhalb der EM-Wertung segelte, ging der offizielle Europameistertitel an die Italienerin Benedetta Barone, die auch die Wertung der Leichtgewicht-Damen für sich entschied.
„Mit der KIA Windsurfer Europameisterschaft konnte der UYCAs nicht nur neue Luft im Windsurfen schnuppern, er bewies sich auch erneut als Top-Austragungsort für internationale Wassersport-Großveranstaltungen. Es ist uns gelungen, Nostalgie, Lifestyle und Spitzensport perfekt miteinander zu verbinden und das bei einer so fordernden Wassersportart wie dem Windsurfen,“ zog Club-Präsident Michael Farthofer eine positive Bilanz.
