
Wer den Tipps der Kolleginnen folgt, wird mit besonderen Eindrücken belohnt. Hier der Blick aus der empfohlenen Osteria zur gegenüberliegenden Gondelwerft
©Roland RegnemerJuni 2026: Persönliche Monatsbilanz
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Roland Regnemer
Erfahrung. Ist durch nichts zu ersetzen. Also erkundige ich mich vor meinem ersten Besuch der Boat-Show von Venedig bei der erfahrenen Salone-Besucherin und Gott-Sei-Dank-Immer-Noch Yachtrevue-Redakteurin Judith Duller-Mayrhofer nach dem einen oder anderen guten Tipp. Sofort summt es am Handy: Anschrift und Name der Osteria, die ich zum Aperitivo besuchen soll, trifft per WhatsApp ein. Also nach dem ersten langen Messetag nichts wie rein in ein Vaporetto in Richtung Rialto-Brücke und zu Fuß zum Rio San Trovaso. Was soll ich sagen: Volltreffer. Einheimische und Touristen sitzen harmonisch vereint mit einem Sprizz und dem einen oder anderen Cicchetto auf der Kaimauer, die Gondelwerft gegenüber sorgt für authentisches Flair. Gewarnt wird man vor den in der Luft kreisenden Dieben, die es einzig und allein auf Essbares abgesehen haben. Aber das ist eine andere Geschichte.
Neugier. Zahlt sich immer aus. Der Salone Nautico in Venedig bietet sich auch an, um Neues abseits nautischer Themen zu entdecken. Der Schritt vom beruflichen Messebesuch zum privat motivierten Eintauchen in die Kultur ist im Wortsinn klein, befinden sich Biennale und Salone doch in unmittelbarer Nachbarschaft. Die Installationen in den großen Nationen-Pavillons sind eindrucksvoll und faszinierend, aber den wahren Entdeckergeist wecken die Beiträge und Ausstellungen der kleineren Teilnehmerländer. Sie befinden, ja verstecken sich in Häusern, Villen, manchmal sogar nur einzelnen Zimmern in den angrenzenden Stadtteilen und zeigen alle Facetten der bildenden Kunst. Mal skurril, mal berührend und bewegend. Man muss sich nur trauen einzutreten.
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Roland Regnemer
Chefredakteur Yachtrevue
