Kunst des Zuhörens

Bei einem Segeltörn durch das hochsommerliche Mitteldalmatien suchte Katharina Fröschl-Roßboth bewusst den Kontakt zur Bevölkerung und kam mit interessanten Menschen ins Gespräch

Kunst des Zuhörens

Mladen Mišković stellt die Gläser auf den Tisch und seufzt. „Seit fast vier Monaten hat es auf Sveti Klement nicht mehr geregnet“, erzählt er uns, „das ist eine große Herausforderung.“ Wassermelonen gedeihen auch ohne Feuchtigkeit, doch die Weinfelder der Familie Šimunovic, die die Konoba Dionis betreibt, müssen bei Temperaturen an die 40 Grad künstlich bewässert werden. Doch der Aufwand lohnt sich: Was aus dem Eigenanbau der klassisch kroatischen Rebsorte Pošip bijeli gekeltert wird, schmeckt vorzüglich. Gleiches gilt für die Speisen, die uns Mladen serviert. Auberginenkuchen, gegrillter Fisch mit frischem Gemüse, Süßes zum Nachtisch – wir sind rundum satt und zufrieden. Mladen ist einer von fünf Angestellten, die dem Eigentümerpaar während der Hauptsaison helfen. Bereits zum fünften Mal verbringt er den Sommer auf der kleinen, autofreien Insel südlich von Hvar. Frau und Kinder muss er in Kaštela zurücklassen, die Familie kommt ihn aber regelmäßig besuchen. „Das Dionis steht für authentische, einfache Küche“, erklärt Mladen, der im Winter als Barkeeper arbeitet, Stress gewohnt und scheinbar durch nichts aus der Ruhe zu bringen ist. Wer dorthin kommt, darf keine scharfen Gewürze oder Aperol Spritz erwarten, sondern sollte Kichererbsen zu würdigen wissen und für die typischen Gerichte des Region offen sein. Und tunlichst reservieren (Tel.: +385 98 167 1016), denn das Lokal, das vor 17 Jahren nach traditionellem Vorbild erbaut wurde, ist wunderschön gelegen und dementsprechend beliebt. Von der ACI-Marina Palmižana im Norden der Insel, in der wir unsere Bavaria 46 vertäut haben, erreicht man das Dionis über einen kurzen Fußmarsch, wer mit seiner Yacht direkt davor in der Bucht Taršće bleiben möchte, braucht aufgrund des verwachsenen Bodens Landleine und guten Anker; bei stabilem Wetter aber kein Problem.

Im Dienst der Segler

In der ACI Marina Trogir lerne ich Andelina Brko kennen. Sie studiert Maritimes Studies in Split. Die Fakultät beschäftigt Forscher und Lehrende aus der Handelsschifffahrt, Vorlesungen finden auf dem Universitätsgelände, aber auch an Bord von Lehr-, Trainings-, und Forschungsschiffen sowie in Werftwerkstätten statt. Man kooperiert mit zahlreichen anderen Universitäten in ganz Europa sowie mit Reedereien und Unternehmen, die an maritimen Aktivitäten beteiligt sind. Andelina arbeitet seit zwei Jahren neben ihrem Studium auf dem Stützpunkt des österreichischen Charter-Unternehmens Pitter Yachting.

Die gesamte Story, die Teil eines ausführlichen Kroatien-Spezials ist, lesen Sie in der Yachtrevue 4/2018, am Kiosk ab 30. März!

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