
Poreč. Die im Nordwesten von Istrien gelegene Stadt ist bekannt für die Euphrasius-Basilika aus dem 6. Jhdt. Kultur, Strände laden zum Baden ein und in die umliegende Marina-Infrastruktur wird investiert
©CROATIA.HR/JULIEN DUVALNautische Info. Er kennt die kroatischen Küsten wie seine Westentasche: Buchautor und Kroatien-Insider Karl-Heinz Beständig berichtet über Neuigkeiten bei Marinas, Häfen, Buchten und Bojenfeldern und liefert die dazugehörigen Hintergrund-Storys sowie Preis-Updates fein portioniert in kleinen Häppchen
Umag
Es ist zwar nicht der schönste Küstenort, doch bietet seine große Hafenbucht vielfältige Liegemöglichkeiten und freundliche, tüchtige Marineros. Man kann wählen zwischen Marina, Bojenfeld, Ankerplatz oder Stadtkai. Letzterer ist mit derzeit 3,5 € je Meter Bootslänge inkl. Strom und Wasser relativ preiswert. Doch muss man dort mit Schwell und einem Gezeitenhub von bis zu 1,2 m rechnen. Segelyachten mit tiefgehendem Ruder legen deshalb am sichersten mit dem Bug voraus an.
Santa Marina
In dieser Bucht unweit nördlich von Poreč entsteht seit ca. zwei Jahren ein Kombihafen für Fischkutter und Yachten. Sein Bereich hinter dem Wellenbrecher ist inzwischen fast fertig. Dieser ist zwar für die Fischer vorgesehen, in der Regel finden dort aber bis zu zehn Gästeyachten einen Liegeplatz, entweder längsseits oder an Murings (4 €/m, Strom und Wasser extra). Sobald die geplanten fünf Stege weiter innen sowie das Sanitärgebäude verfügbar sind, dürfte der Hafen eine gute Alternative zur benachbarten Marina Červar Porat sein. Mittelfristig ist die Anschaffung eines Travellifts vorgesehen, auch der Bau einer Tankstelle wird erwogen. Für den Hafen zuständig ist die Hafenverwaltung Poreč (Tel.: +385 52 463497, E-Mail: info@poreč-port.com). Am Nordufer der Bucht befindet sich das beliebte gleichnamige Restaurant „Santa Marina“, das schon seit Jahrzehnten zahlreiche Einheimische und Urlaubsgäste anzieht. Es ist zwar zu Pfingsten 2025 bis auf die Grundmauern niedergebrannt, doch sein äußerer Bereich konnte schon nach kurzer Zeit gastronomisch weitergenutzt werden. Ab heuer soll es keine Einschränkungen mehr geben.
Poreč
Am Altstadtkai westlich der früheren Zollmole wird die Wassertiefe bald auf mindestens vier Meter erhöht, damit dort auch größere Segelyachten anlegen können. Vorgesehen ist ebenfalls eine Erweiterung der Marina Poreč in Richtung Westen. Die vor zwei Jahren erlassene Lärmschutz-Verordnung der Stadt ist bisher weitgehend wirkungslos, denn die Betreiber der Nachtbars beachten sie kaum, weil sie sinkende Umsätze befürchten.
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