
Idyllisch. Die Blaue Lagune auf Comino ist ein beliebtes Tagesziel bei einem Chartertörn
©ROLEX/KURT ARRIGOBekannt für Tempel und Festungen, doch unter Seglern hat die Insel längst einen anderen Ruf: Malta ist die Heimat des legendären Middle Sea Race – und ein Charterrevier mit überraschend viel Tiefgang
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Yachtrevue Online
Fragt man Seglerinnen und Segler nach Malta, fällt die Antwort meist gleich aus: Middle Sea Race. Die Regatta führt über 606 Seemeilen rund um Sizilien, startet und endet in Valletta und gehört seit ihrer Premiere 1968 zu den großen Klassikern unter den Langstreckenrennen – eröffnet durch einen Kanonenschuss aus dem Upper Barrakka Garden.
Die seemännische Geschichte der Insel reicht jedoch viel weiter zurück. Schon in der Antike diente Malta als Drehscheibe für Handel und Seefahrt, später bauten die Ritter des Malteserordens die Naturhäfen zu mächtigen Bollwerken aus. Unter britischer Flagge wurde die Insel zu einem zentralen Stützpunkt im Mittelmeer. Heute profitieren Yachteigner von niedrigen Steuern, einem unkomplizierten Schiffsregister und der Rechtssicherheit als EU-Mitglied.
Als Chartergebiet fristet Malta dagegen ein Nischendasein – zu Unrecht, denn auf kleinstem Raum vereint die Inselgruppe aus Malta, Gozo und Comino klares Wasser, schroffe Küsten, ruhige Ankerbuchten und eine Küche mit italienisch-arabischer Note. Für eine komplette Umrundung reichen 60 Seemeilen, gesegelt wird von Mai bis Oktober bei verlässlichem Nordwestwind.
Highlights eines Törns sind die Blaue Lagune vor Comino, die Buchten St. Paul's und Mgarr-ix-Xini auf Gozo sowie das Fischerdorf Marsaxlokk, wo bunte Luzzu-Boote im Hafen liegen und sich Tradition und Urlaubsstimmung mühelos verbinden.




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