Kroatien, Peljesac

Reviertipp: Bucht in Süddalmatien mit tollen Ausflugsmöglichkeiten

Ein Kilo Salz gegen ein Kilo Gold. So funktionierte Tauschhandel im 14. Jahrhundert. Eine Saline war buchstäblich eine Goldgrube und wurde entsprechend geschützt. Im Fall von Ston durch die längste Mauer Europas – schließlich stellte das Salz nicht nur die wirtschaftliche Grundlage der Stadt, sondern auch die Haupteinnahmequelle der mächtigen Republik Dubrovnik dar. Sowohl Saline als auch Mauer blieben bis heute erhalten und können besichtigt werden. Die Salzgärten von Ston sind seit der Antike durchgängig in Betrieb, die Technik der Salzgewinnung hat sich über die Jahrhunderte nicht geändert. Sonne, Meerwasser und Wind, mehr braucht es nicht. Das auffällig weiße, glänzende Salz aus Ston wird per Hand gesammelt, ist völlig naturbelassen, muss nicht gereinigt werden und kommt ganz ohne Zusätze aus. Rund dreitausend Tonnen Salz werden pro Jahr geerntet, kleinere und größere Säckchen, auch mit dem besonders hochwertigen Fleur de Sel, kann man in der Saline erwerben.
In unmittelbarer Nähe der Saline befindet sich ein Einstieg zu der 5.5 Kilometer langen Mauer, ein beeindruckendes Bauwerk mit drei Festungen, sieben Bastionen und 41 Türmen, das ab 1333 innerhalb von 18 Monaten errichtet wurde. Die Anlage ist von 9–15 Uhr geöffnet, der Eintritt kostet 30 Kuna (4 €). Idealerweise spaziert man bis Mali Ston und macht dort Pause; alternativ kommt man auch über einen (kostenfreien) Wanderweg nach Mali Ston.

Königin des Meeres
In jedem Fall ist man etwa 20 Minuten unterwegs und ein Austern-Imbiss danach Pflicht. Bei der Wahl des Lokals kann man nichts falsch machen.

Den gesamten Reviertipp samt Adressen und Telefonnummern lesen Sie in der Yachtrevue 08/2014!

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