Auf der schönen blauen Donau

Mit dem Boot den schönsten Teil, nämlich die Wachau zwischen Spitz und Krems erkunden

Auf der schönen blauen Donau

Mit dem Fahrrad durch die Wachau strampeln? Auf heißen Sohlen mit zehntausend anderen Wanderern an Reben, Stiften, Ruinen und Heurigen vorbeilaufen? Oder per Ausflugsdampfer der DDSG gemeinsam mit Touristen aus aller Herren Länder sämtliche Sehenswürdigkeiten abklappern? Nein. Die Wachau erlebt man am besten auf eigenem Rumpf. Der schönste Abschnitt von Spitz nach Krems ist nur rund neun Seemeilen lang und eignet sich damit wunderbar für einen Wochenendausflug mit dem Motorboot.
„Das Schifflein fährt auf den Wellen so sacht“, heißt es schon in der Textfassung des Donauwalzers. Wie wahr, denn die Hebel auf den Tisch zu legen ist bei der Erkundung des zum Weltkulturerbe ernannte Tales keinesfalls angebracht. In entspannter Verdrängerfahrt geht es im bekannten Weinort Spitz los, vorbei an besonnten Weinbergen und der sich am Ufer entlangschlängelnden Wachaubahn. Alsbald tauchen am linken Ufer die Zinnen eines mächtigen Wehrturms auf. Er gehört nicht, wie man meinen möchte, zu einer Burg, sondern zur Kirche St. Michael, auf deren Dach in einem besonders strengen Winter sieben Hasen vor dem Schnee Zuflucht suchten. Als der Schnee plötzlich schmolz, saßen die Häschen auf dem First fest – und das tun sie bis heute. Je nach Sage könnte es sich auch um sieben Pferde oder Hirsche handeln …
Im folgenden Abschnitt darf man zur Abwechslung ein bisschen auf die Tube drücken, außer man möchte in Joching beim Doyen des Weinbaus einkehren.
„Und fröhliche Herzen schlagen an deinem Strand“ – damit kann Franz von Gernerth, der den Text des Donauwalzers schrieb, eigentlich nur die langen Sandstrände gemeint haben, die das rechte Ufer zwischen Weißenkirchen und Rossatz säumen. Ein Naturparadies, perfekt zum Baden und Sonnen. Mit dem Kajak oder Schlauchboot kann man einen Nebenarm der Donau, die Prinzenau, erkunden. Sandstrände gibt es auf diesem Abschnitt der Donau wie Sand am Meer. Von manchen hat man einen perfekten Ausblick auf Stift Dürnstein und die über der Stadt thronende Burgruine. Letztere dürfte jedem, der eine österreichische Volkschule besucht hat, ein Begriff sein. Schließlich wurde hier der englische König Richard Löwenherz gefangen gehalten und angeblich vom Sänger Blondel gefunden und befreit.

Den gesamten Bericht lesen Sie in der Yachtrevue 5/2015, am Kiosk ab 4. Mai!

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