Lago 26

Segelweltmeister Hans Spitzauer stieg in den Bootsbau ein, kombinierte Design mit Geschwindigkeit und machte das Konzept des Jollenkreuzers fit für die Zukunft

Lago 26
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Hans Spitzauer zählt zu den erfolgreichsten Seglern Österreichs. Er ist Weltmeister, fünffacher Olympiateilnehmer sowie zigfacher Staatsmeister und kann auf eine lange, beeindruckende Liste internationaler Erfolge verweisen. Dennoch stehen zwei nationale Siege in seiner persönlichen Hierarchie ganz weit oben, nämlich jene bei Blauem Band und Roundabout, beide 2014 am Neusiedler See überlegen errungen. Und zwar mit der von ihm konzipierten Lago 26.
An diesem Baby hatte Spitzauer jahrelang getüftelt. Er baute einen Prototypen, entwickelte zwei Vorserienboote – und erlitt mehrfach Schiffbruch. Etwa beim Blauen Band 2013, als das Rennen für beide Lagos noch vor der ersten Vorlegetonne zu Ende war. Bei einem Modell riss die Ruderanlage aus, beim anderen brach das Ruder. Dazu kamen Festigkeitsprobleme, die letztendlich zu einem überarbeiteten Laminatsplan und einer neuen Bodengruppe, bestehend aus Stringern und einer Innenschale, führten. Doch wenn alles heil blieb, segelte die Lago stets im Spitzenfeld mit, auf Augenhöhe mit den 20er-Jollenkreuzern, manchmal auch darüber. Nicht umsonst hatte Spitzauer im Zuge der Entwicklungsphase tief in die Trickkiste gegriffen …

Mit Hirn und Herz

Spitzauer wollte ein ideales Boot für Flachwasserreviere wie den Neusiedler See kreieren und orientierte sich dabei am 20er-Jollenkreuzer. Dieser Bootstyp, der wie ein edles Möbelstück aus Mahagoni aussieht, ist ein echtes Sportgerät, allerdings sehr anspruchsvoll zu segeln. Und benötigt viel Zuwendung, zeitlich wie monetär. Genau hier setzte Spitzauers Vision an. Seine Lago26 sollte eine Neuinterpretation des Jollenkreuzer-Konzeptes sein. Die Eckpfeiler: Einfaches Handling dank kleinem Vorsegeldreieck, Reduktion auf wesentliche Trimmeinrichtungen, Gennaker statt Spi, Kajüte mit Kojen, großes, von Stolperfallen befreites Cockpit, zeitgemäßes, modernes Design und exzellente Segeleigenschaften.
Zur Umsetzung dieser Forderungen engagierte Spitzauer mit Juliane Hempel eine erfahrene Konstrukteurin und mit Spirit Design ein bekanntes Designbüro. Die Auswahl spricht für seine Umsicht

Den gesamten Test lesen Sie in der Yachtrevue 05/2015, erhältlich am Kiosk ab 4. Mai!

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