Riva Iseo

Schön und reich. Das Riva Iseo ist italienische Edelware in feiner Verarbeitung

Ein Riva ist etwas Besonderes. Auch wenn die Rümpfe längst nicht mehr aus Holz sind, nur mehr Teile der Palette am Stammsitz am Lago d’Iseo gebaut werden und Riva als Marke der Ferretti-Gruppe neuerdings in chinesischer Hand ist (siehe auch YR 10/2012): Riva lebt vom Markenkult, einer treuen Anhängerschaft und Runabout-Modellen wie dem Iseo, die heute modern und übermorgen noch lange nicht out sind. Man pflegt einen klassischen Zugang zum Thema Design, kombiniert geschickt GFK mit Mahagoni, treibt hohen Aufwand bei Detaillösungen und Verarbeitung und rangiert in einer Preisliga, die nur sehr kurze, dafür aber knackige Optionslisten kennt. Wer beim Riva Iseo zugreift weiß also, was er will: Nämlich kein 08/15-Boot, das anderswo ein Drittel kostet.
Das Riva Iseo ist ein typisches Runabout: Das Heck ziert eine große Sonnenliege, das tiefe Cockpit beherbergt Einzelsitze für Fahrer und Beifahrer sowie eine Hecksitzbank. Dazu werden aufklappbare Tischchen – leider aus GFK – und ein paar geräumige Stauräume unter dem Sitzmobiliar, vor allem aber eine wirklich große Staukammer im Bug serviert. Letztere ginge auch als Schlafplatz durch, aber das tut man sich als Riva-Eigner vermutlich nicht an.
Das Cockpit wirkt freundlich, ist aber fast ein bisserl steril. Holz gibt es am Boden nur für den Deckel des Bilgenstaufaches. Sämtliche Polster fühlen sich hochwertig an und schauen auch so aus – farblich darf man hier mitreden. Idealerweise stimmt man aber auf die Rumpffarbe ab. Weiß ist beim Rumpf Standard, jede der sieben anderen Varianten in edlen Braun-, Schwarz- oder Silbertönen kostet 34.500 Euro Aufpreis – ein fast obligates Extra, denn in Weiß ist das Iseo im Gegensatz zu den beeindruckenden Hochglanzlackvarianten schwer vorstellbar. Apropos Hochglanz: Das Deck ist traditionell mit Mahagoni belegt, die Lackierung makellos. 20 Schichten – je zehn gepinselt bzw. gespritzt – erzeugen Tiefenwirkung.
Den kompletten Artikel finden Sie in Ausgabe 11/2012

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