Bavaria 40 S

Transgender. Doch mehr als nur Schminke?

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Kornati Cup, erster Regattaauftritt der neuen Bavaria Cruiser 40 Sport. Zwei nahezu identische 40er belegen nach berechneter Zeit in der Spi-Klasse locker die ersten beiden Plätze und machen auch nach gesegelter Zeit ausgezeichnete Figur. Deutlich größere und schnellere Yachten können die beiden Sport-Bavarias kaum halten, gleich große wie eine First 40.7, jahrelang das Maß der Dinge in Sachen Performance-Cruiser, mühen sich im Kielwasser ab, die Salona-37-Phalanx ist ebenfalls chancenlos. Wer hätte das vorher gedacht? Dabei handelt es sich bei der 40 Sport lediglich um die modifizierte, gewichtsmäßig abgespeckte Version der Bavaria Cruiser 40, also um eine ziemlich breite, hochbordige, ausgesprochene Fahrtenyacht. Der Verzicht auf Badeplattform/Heckklappe, Salon-Mittelbank sowie der vorderen Nasszelle bringen rund eine halbe Tonne Ersparnis; der Alumast ist einen halben Meter höher und verjüngt, die Segel haben entsprechend mehr Fläche. Die Kiel ist in beiden Versionen aus Gusseisen und gleich schwer, in der Sportvariante allerdings 2,30 m tief gehend; auf einen Bleikiel hat man aus Kostengründen verzichtet und auch die Wanten sind nicht aus Rod, sondern „nur“ aus Dyform. Das zeigt, dass Bavaria mit der Sportversion einen preislich vernünftigen Kompromiss und keinen reinrassigen Perfomance-Cruiser anbieten will. Das Sportpaket umfasst aber eine ganze Reihe von teuren und guten Goodies wie Spiausrüstung, Evo-Winschen oder hydraulischen Achterstagspanner, die man zum schnellen Segeln braucht. Dazu benötigt man allerdings auch ordentliche Segel, die das Testschiff mit einer Epex-Technora-Membran-Garnitur von Elvström auch hatte. Nur zur Orientierung: Groß und Roll-Fock kosten für das Schiff in dieser Qualität ohne Mehrwertsteuer 14.016,– Euro, in (gutem) Dacron weniger als die Hälfte.
Business Cup, zweiter Auftritt, die teilnehmende Bavaria 40 Sport gewinnt mit Klaus Pitter am Rad die Spi-Klasse. Pitter berichtet nachher, dass das Schiff bei Leicht- bis Mittelwind schneller segelte als die Bavaria 42match, die natürlich einen Bleikiel hat und einen halben Meter länger sowie 22 Zentimeter schmäler ist. 22 cm, das sind unter Deck eine Welt. Hat Bavaria mit der 40 Sport eine Eier legende Wollmilchsau erfunden?

Den kompletten Artikel finden Sie in Ausgabe 7/2011.

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