Hallberg Rassy 412

Klassische Blauwasseryacht aus Schweden, diesmal mit Achtercockpit

Es gibt wohl keinen Fahrtensegler, der nicht irgendwann mit einer Hallberg Rassy geliebäugelt hätte. Wen wundert’s: Die Yachten der schwedischen Werft sind solide gebaut, gelten als besonders sicher, segeln komfortabel und machen in der Regel kaum Probleme. Werftchef Magnus Rassy trägt das Seine dazu bei. Er zieht sich nicht in den Elfenbeinturm des Erfolgs zurück, sondern nutzt jede Gelegenheit für den Austausch, sucht bewusst den Kontakt zu Kunden, Eignern oder Fachjournalisten. Er ist nicht nur ein authentischer, sympathischer und humorvoller Markenbotschafter, sondern auch ein ausgezeichneter, aufmerksamer Zuhörer, der Kritik ernst nimmt. So manchen Verbesserungsvorschlag hat er nach sorgfältiger Prüfung im Rahmen eines Facelifts umgesetzt. Meist handelt es sich dabei um eine Kleinigkeit, aber genau dieser Perfektionismus ist es, der seinen Yachten seit Jahrzehnten eine Sonderstellung im Blauwasser-Genre einräumt.

Am Puls der Zeit
In den letzten Jahren hat das Innendesign von Yachten einen geradezu dramatischen Wandel durchlaufen. Auf den Rassys ist davon wenig zu spüren, sie werden nach wie vor mit hochwertigem Mahagoni-Mobiliar ausgebaut. Funktionalität hat oberste Priorität, das Ambiente ist schiffig wie eh und je. Daran wird sich auch in Zukunft wenig ändern. Ins Abseits manövriert man sich deshalb aber nicht. Entwicklung findet sehr wohl statt, wird aber behutsam vollzogen. Selbst wenn es gravierende Änderungen, wie im Fall der HR 412, gibt, ändert das nichts am Gefühl, eine typische Rassy zu segeln.
Traditionelles Kernstück der HR-Palette sind Mittelcockpityachten zwischen 37 und 64 Fuß, die vor allem wegen ihres geschützten Cockpits und der großen Eignerkajüte achtern geliebt werden. Diese Argumente ziehen nicht mehr so wie noch vor ein paar Jahren. Vor allem der Sicherheitsaspekt verliert mehr und mehr an Bedeutung, seit Yachten mit offenem Heck reihenweise um die Welt segeln. Verschärfend kommt hinzu, dass moderne Yachten mit breitem Heck riesige Achtercockpits generieren – da fühlt sich so mancher Eigner in seinem vergleichsweise kleinen Mittelcockpit ganz schön beengt.
Es war also nur logisch, dass man bei Rassy der HR 40 eine Achtercockpityacht (HR 412) zur Seite stellte und sich mit insgesamt vier Modellen (HR 31, 342, 372 und 412) endgültig auch zur Zwei-Linien-Politik bekannte.

Neuer, alter Stil
Trotz Achtercockpit ist die HR 412 auf den ersten Blick als Rassy zu erkennen: Blauer Streifen, Windschutzscheibe, typischer Decksprung, leicht geneigter Bugsteven, alles wie gehabt.

Den kompletten Artikel finden Sie in YR 11/2013

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