Die weibliche Seite

Anlässlich des Weltfrauentages veröffentlichte die ISAF einige Zahlen zum Thema

Ellen McArthur, Vorbild für Seglerinnen in aller Welt

Ellen McArthur, Vorbild für Seglerinnen in aller Welt

Am 8. März war der Weltfrauentag und die ISAF stellte aus diesem Anlass ein paar Zahlen zum Thema „Frauen im Segelsport“ zusammen. Die wollen wir Ihnen nicht vorenthalten:

Wussten Sie etwa, wie die erste Medaillen-Gewinnerin bei olympischen Segelbewerben hieß? Es war die Britin Frances Rivett-Carnac, die, und das ist die große Überraschung, im Jahr 1908 bei den Spielen in Londen als Vorschoterin in der 7-Meter-Klasse eine Goldmedaille gewann.

Der erste olympische Frauenbewerb im Segeln wurde 1988 in Seoul in der 470er-Klasse ausgetragen, ab Athen 2004 betrug der Frauenanteil im Segeln bei Olympia 35 % (139 von 400 Teilnehmern). Alles in allem haben Frauen bisher 90 Medaillen bei olympischen Segelbewerben eingeheimst, die einzige Vertreterin des weiblichen Geschlechts, die es bislang auf vier Medaillen gebracht hat, ist die italienische Windsurferin Alessandra Sensini mit 1 x Gold, 1 x Silber und 2 x Bronze.

In der ISAF selbst gibt es eine Reihe von Frauen in hochrangigen Positionen, beispielhaft seien die Niederländerin Marcelien de Koning, die den Vorsitz in der Athletes’ Commisson führt, und die Britin Sally Burnett, die das Internanional Judges Sub-Committee leitet, genannt.

Als 2007 sechs außerordentliche Segel-Persönlichkeiten die Ehre hatten, in die neu gegründete ISAF Hall of Fame einzuziehen, waren zwei Frauen darunter, nämlich die Britin Ellen MacArthur, die mit ihrer Rekord-Weltumsegelung Geschichte schrieb, und die Neuseeländerin Barbara Kendall, die als Windsurferin fünf Mal an Olympischen Spielen teilnahm und über Jahrzehnte hinweg die Szene dominierte. Der ISAF Rolex World Sailor of the Year Award wird seit 1994 getrennt für männliche und weibliche Protagonisten vergeben.

Alles in allem: Für eine Disziplin, die immer noch als typisch männlich gilt, keine schlechte Bilanz. Aufholbedarf gibt es aber immer noch – speziell in Österreich, wo international erfolgreiche Seglerinnen nach wie vor eine verschwindende Minderheit darstellen.

www.sailing.org/women

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