Wann, wenn nicht jetzt?

Während es früher üblich war Yachten mit dem Ersparten zu bezahlen, ist es heute durchaus salonfähig sich sein Schiff auf Pump zu kaufen. Wir zeigen, mit welcher Finanzierung der Traum von der eigenen Yacht Wirklichkeit werden kann

Wann, wenn nicht jetzt?

Gehören Sie auch zu jenen, die die Jahre bis zur Pensionierung zählen? Die das Guthaben am Sparbuch stets im Blick haben? Die regelmäßig einen Lottoschein ausfüllen? Und dabei von der eigenen Yacht träumen? Es geht auch anders: Mit der richtigen Finanzierung lässt sich diesen Traum erfüllen bevor man alt und grau ist.

Der Zeitpunkt dafür könnte kaum besser sein. Die Zinsen befinden sich derzeit auf einem historischen Tiefststand. Der LIBOR – der Referenzzinssatz, der als Grundlage für die Berechnung des Kreditzinses herangezogen wird – ist heuer sogar erstmals ins Negative gerutscht. Das macht sich auf dem Sparbuch bemerkbar, das kaum noch Zinserträge liefert; Banken denken sogar über Strafzinsen auf Spareinlagen nach. Unter diesen Umständen gerät die Vorstellung, das Geld für eine eigene Yacht über die Jahre ansparen zu können, zu einem wahnwitzigen Fiebertraum.
Zum Glück hat die Medaille eine zweite Seite. Während Sparer unter dem niedrigen Zinsniveau leiden, freuen sich all jene, die Geld ausleihen. Anders gesagt: Nie war es günstig als jetzt um mit Fremdmitteln eine Yacht zu finanzieren.

Wie beim Erwerb von Wohneigentum oder Auto stehen grundsätzlich Kredit bzw. Leasing zur Wahl. Wie teuer die Finanzierung kommt, wird von Faktoren wie Kreditsumme, Laufzeit, Bonität und Sicherheiten bestimmt.

Ganz ohne eigenes Geld geht es jedoch nicht. „Je größer und teurer die Yacht, desto mehr Eigenmittel sollten vorhanden sein“, erklärt Robert Schweiger vom Mittelstandsfinanzierer abcfinance, der mit Marina Solutions eine eigene Sparte für Yachtfinanzierungen betreibt. Unabhängig von der Finanzierungsform verlangen die Finanzdienstleister Eigenmittel von 25 bis 50 Prozent des Anschaffungspreises der Yacht. „Am besten ist es, wenn für die Yacht 50 Prozent an Eigenmittel zur Verfügung stehen. Dann kann nicht viel schief gehen“, meint Peter Schmid, Finanzexperte von Masteryachting.

KREDITE UND DARLEHEN

Die Finanzierung über einen Kredit erfolgt in der Regel unabhängig vom Erwerb der Yacht. Das Darlehen wird von der Bank ausgezahlt, das Schiff vom Eigner direkt bei der Werft, dem Händler oder dem Voreigner bezahlt. Die Yacht ist von Anfang an im Besitz des Skippers.
Ein Raten- oder Konsumentenkredit ist die einfachste und häufigste Form der Darlehensfinanzierung. Die Beantragung erfolgt unkompliziert und unbürokratisch. In vielen Fällen muss man dafür nicht einmal eine Bankfiliale aufsuchen, sondern kann den Kredit online beantragen sowie Laufzeit und monatliche Kreditrate selbst festlegen. Als Sicherheit dient in den meisten Fällen nur ein Einkommensnachweis. Darüber hinaus holt die Bank beim Kreditschutzverband eine Bonitätsauskunft über den Gläubiger ein. Eine bereits bestehende Hypothek aufs Haus, nicht bezahlte Kreditkartenabrechnungen und ein notorisch überzogenes Girokonto mindern die Chancen auf einen günstigen Zinssatz. Je nach Bonität kann der Ratenkredit zwischen 3,5 und 12 Prozent kosten (siehe Zinsvergleich auf der folgenden Seite).

Die gesamte Story mit zahlreichen Beispielen und Vergleichen lesen Sie in der Yachtrevue 10/2016, am Kiosk ab 7. Oktober!

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