Lokalaugenschein

Kroatien 2017: Infos über die neusten Veränderungen in Buchten, Marinas und Häfen, die aktuellen Preise sowie eine gefährliche Untiefe

Lokalaugenschein

1 Izola (Slowenien) : Die Werft am östlichen Ortsrand wurde geschlossen und ihr großes Schwimmdock entfernt. Das auf dem Betriebsgelände untergebrachte Yachtcenter (60-t-Travellift, Trockenmarina mit ca. 200 Plätzen, Werkstatt) bleibt jedoch erhalten: www.yachtcenter.si

2 Limski-Fjord: Die Osthälfte des langen Einschnitts steht wegen der dortigen Muschelfarmen unter besonderem Schutz und darf deswegen seit ca. 30 Jahren nur mit Sondergenehmigung befahren werden. Nun gibt es von einer örtlichen Behörde einen Änderungsantrag, der diese Einschränkung aufheben oder zumindest lockern soll. Offen ist noch, ob künftig auch Yachten bis ganz nach hinten fahren dürfen oder nur Kajaks und Ruderboote. Eine Entscheidung des Umweltministeriums in Zagreb steht angeblich noch aus. Die Hafenverwaltung Poreč hat am Fjordende vor dem östlichen der beiden Restaurants jedenfalls schon einen 35 m langen Schwimmsteg mit Murings auslegen lassen. Das Ankern bleibt verboten, das Liegeplatzangebot wäre also sehr begrenzt. Für die westliche Hälfte des Fjords besteht ein Tempolimit von 6 kn, in der östlichen von 4 kn. Im Bereich der Muschelfarmen ist jeglicher Wellenschlag untersagt.
Wie angedeutet – noch gibt es keine Rechtssicherheit. Falls die Sperrtonne auf etwa der halben Länge des Fjords noch vorhanden ist, sollte man daher mit einer Yacht die Osthälfte ohne Genehmigung nicht befahren.

3 Rovinj: Wie bereits gemeldet, wird die ACI-Marina seit Dezember 2016 modernisiert und in einen Luxushafen verwandelt. Sie bleibt deswegen in diesem Jahr durchgehend geschlossen. Das angrenzende Hotel Park wurde im Winter abgerissen. An seiner Stelle entsteht, ebenfalls bis zur Saison 2018, eine 5-Sterne-Hotelanlage.
Die wenigen Transit-Liegeplätze im Stadthafen sowie am Yachtkai westlich der Tankstelle (Nordseite von Rovinj) sind heuer um ca. 20 Prozent teurer, ebenso die Bojen in der Bucht Lon.
Vor dem Hotel Istra auf der Insel Crveni Otok, ca. eine Seemeile südlich des Städtchens, hat die Hafenverwaltung einige gebührenpflichtige Bojen für Yachten bis 18 m verankert.

4 Pula: Das Urteil gegen einen Bootseigner und seinen Freund wegen angeblicher Schwarzarbeit (Antifouling-Anstrich am eigenen Boot, die YR hat berichtet) ist im Februar von einem Berufungsgericht in Zagreb aufgehoben worden. Der Fall muss nun in Pula neu verhandelt werden.

5 Medulin: Die Steganlage am westlichen Südufer der Hafenbucht ist zur Zeit geschlossen, weil die Konzession abgelaufen ist.

6 Kraljevica: Vor der Frankopan-Festung sind rund 80 Liegeplätze mit Murings entstanden.

Die gesamte Übersicht über die aktuelle Lage samt übersichtlicher Karte ist Teil eines ausführlichen Kroatien-Spezials und findet sich in der Yachtrevue 4/2017, am Kiosk ab 31. März!

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