Bayliner VR 6 Cuddy OB

Die US-Werft setzt mit durchdachten Lösungen neue Maßstäbe bei der Platzoptimierung

Bayliner VR 6 Cuddy OB

Ein Boot für Einsteiger sollte nicht nur sicher zu fahren sein und ein gutes Preis-Leistungsverhältnis aufweisen, sondern auch mit großzügigem Platzangebot punkten. Speziell auf Neulinge wirken beengte Verhältnisse an Bord abschreckend, sie legen Wert darauf, es sich mit Kind und Kegel gemütlich machen zu können. Die US-Werft Bayliner, die wie die Marken Sea Ray und Quicksilver zum Brunswick-Konzern gehört und Sportboote vor allem für das Einstiegssegment baut, weiß das nur zu gut und ist deshalb darauf spezialisiert, aus weniger mehr zu machen.

Ein wunderbares Beispiel dafür ist die VR-Modellreihe, die es in einer Bowrider- und Kajüt-Version sowie mit Außenborder oder Z-Antrieb gibt. Die Abkürzung VR hat nichts mit den gleichnamigen Motoren zu tun; das V steht für den V-Rumpf mit 20 Grad Aufkimmung und das R für Runabout, womit im Englischen ein offenes Sportboot bezeichnet wird.

Um viel Platz an Bord zu schaffen, haben die VR-Modelle ein sehr voluminöses, stumpfes Vorschiff, das mehr Fahrgastraum, Stauraum unter den Sitzen und Sicherheit schafft, sowie ein breites Heck, bei dem die Badeplattform erst am Ende der Lauffläche ansetzt und so ein größeres Cockpit ermöglicht. Werbewirksam wird dies „Beam Forward“ bzw. „AftAdvantage“ genannt und das Platzangebot eines um zwei Fuß größeren Bootes versprochen.

Wir haben die neue, trailerbare Bayliner VR 6, die in Polen produziert wird, in jener Variante getestet, die am meisten Platz bietet, nämlich mit Kajüte und Außenborder. Der Außenborder, ein 225 PS starker Mercury V6, hängt platzsparend an einer sogenannten Bracket, sodass auf die Badeplattform nicht verzichtet werden muss. Weiterer Vorteil: Unter der Sonnenliege steht dort, wo sonst der Innenborder unterbracht ist, ein riesiger Stauraum zur Verfügung.

Einfach, aber durchdacht

Das Cockpit ist für ein Boot dieser Größe geräumig und dank klappbarer Rückenlehnen variabel gestaltbar. Besonders praktisch ist die Sonnenliege, deren verstellbares Kopfteil gleichzeitig als Türe für den Durchgang auf die Badeplattform dient.

Auch unter Deck haben die Bayliner-Ingenieure mit einer einfachen, aber grandiosen Idee das Platzangebot optimiert: Über der V-Koje lässt sich quer zur Fahrrichtung ein Polster einlegen.

Den gesamten Fahrbericht finden Sie in der Yachtrevue 12/2018, am Kiosk ab 3. Dezember

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