Wolfgang Mayrhofer

Wolfgang Mayrhofer

Artikel des Autors

Ressort Kreuzpeilung
Lockdown-bedingt verläuft der Abend ruhig, untermalt von der Pörtschacher Singgemeinschaft und ihrer Interpretation von „Sing ma im Advent“. Plötzlich draußen ein herzzerreißender Jammerschrei. Ich öffne die Terrassentür – und sehe das Weihnachtsengerl. Verstört lehnt es in der Ecke. Meine einladende Geste beantwortet der Gefiederte nach kurzem Zögern mit dem Eintreten.









 

Mehr Wir, weniger Ich

Ressort Kreuzpeilung
Ohne Zugriff auf digitale Welten geht heute (fast) nichts mehr. Das Handy, längst vom Telefon zum elektronischen Allzweckwerkzeug mutiert, erschließt ebendiese im Alltag auf einfache Weise. Das mag man je nach Standpunkt und Umstand bejammern oder begrüßen, Fakt ist: Digital-ohne ist bis auf weiteres nicht mehr vorstellbar.









 

Die Speisekarte macht nicht satt

Ressort Kreuzpeilung
Sommerzeit ist Urlaubszeit. Und mit der Urlaubgestaltung ist es so wie mit persönlichem Geschmack: Darüber lässt sich nicht streiten, sondern allenfalls freudig erstaunt, gleichgültig oder sich gruselnd abwendend reagieren. Ersteres ist mir in diesem Sommer angesichts der Urlaubsgestaltung einer (nicht: meiner) Familie am Neusiedler See passiert. Was war gelaufen?









 

Kein Titel!

Ressort Kreuzpeilung
Für viele von uns ist das Segeln die schönste Nebensache der Welt. Über lange Jahre war es relativ klar, was es umfasst: Boot, Mast, Segel – und aus. Heute ist das anders – und das hat durchaus Konsequenzen. Auf lokaler Clubebene stellt sich etwa die Frage, ob schwimmende Untersätze wie Elektro- oder Motorboote bei allfälliger Knappheit von Liegeplätzen gleiche Priorität haben sollten wie Segelboote. Auf globaler Ebene wurden die Folgen aktuell sichtbar, als über die Auswahl einer Klasse für die Segelbewerbe vor Marseille bei den Olympischen Spielen 2024 diskutiert wurde. Bei der Vorbereitung der Entscheidung und in Abschätzung der Auswirkungen auf die betroffenen Seglerinnen und Segler, ihre Verbände, die Verankerung von Segeln als olympischen Bewerb und die Attraktivität des Segelsports für Medien sowie breite Öffentlichkeit wurde eines überdeutlich: Es gibt keine Einigkeit darüber, was alles unter „Segeln“ verstanden werden soll.









 

Schatz, ich geh dann mal Segeln!?

Ressort Kreuzpeilung
Nicht jeden Geburtstag muss man feiern. Nein, ich denke jetzt nicht an diejenigen unter uns, die spätestens nach einem an der Zehnerstelle auftauchenden Fünfer abtauchen, sondern an den eben absolvierten Jahrestag des ersten Covid-Lockdowns. Das vergangene Jahr hat tiefe Spuren hinterlassen – auch bei den Seglerinnen und Seglern. Eine Liste des Jammers wäre lang und wenig originell. Vielleicht besser auf die helle Seite schauen? Gerne! Hier ein spezifischer Versuch.









 

Du lebest hoch

Ressort Kreuzpeilung
Ich bin mittendrin. Dank technologischem Fortschritt ist das zumindest mein Eindruck bei den gerade laufenden Großereignissen im Segelsport, Vendée Globe und America’s Cup. Klar, nüchtern gesehen bin ich ein fauler couch potatoe – aber wie gesagt mittendrin und nicht nur dabei.









 

Je suis Boris & Ben

Ressort Kreuzpeilung
Advent als Zeit der Besinnung schön und gut, aber so Lockdown-zwangsbesinnlich brauche ich es auch wieder nicht. Augen bereits ziemlich viereckig vor lauter zusätzlichen Bildschirmkonversationen (‚covido ergo zoom‘, wie es ein Reddit Meme nicht ganz unwitzig auf den Punkt brachte), das Homeoffice als Schnittpunkt ineinanderfließender Lebenswelten. Die Deutsche PsychotherapeutenVereinigung (DPtV) rät uns u.a.: „Essen Sie gut und trinken Sie ausreichend.“ Wenigstens etwas. So ermutigt, pfeif ich auf den abendlichen Tee. Da hast du was falsch verstanden, höre ich die verinnerlichte Stimme der besten aller Ehefrauen, aber sei’s drum: Whiskey-Glas raus, zwei Finger Redwood Single Malt vom Pfanner rein, dazu handgeschöpfte Styx-Schoko Marillenbrand-Ganache.









 

Normal abnormal

Ressort Kreuzpeilung
Segeln braucht Organisation. Nein, ich meine nicht das gemeinsame Aussegeln am Wochenende. Angesprochen ist das Sich-miteinander-Messen, von der Clubregatta bis hin zu global sichtbaren Events wie Welt- und Kontinentalmeisterschaften oder Olympischen Spielen. Hier kommt der Dachverband World Sailing ins Spiel.









 

Winds of Change

Ressort Kreuzpeilung
Denkmäler zu stürzen steht derzeit hoch im Kurs. Als Denkmal-Fan ist das für mich gleichermaßen irritierend wie erfreulich. Irritierend, weil die fast immer dahinterstehende unverrückbare Gewissheit eigener moralischer Höherwertigkeit unter Vernachlässigung geschichtlich-kontextueller Rahmenbedingungen zu eifernder Rechthaberei führt, die eher bedrohlich denn befreiend scheint. Erfreulich, weil es das Denkmal stärker in den Fokus rückt. Allein das Wort an sich, mit seiner imperativen Aufforderung zur Reflexion – denk mal! – finde ich herrlich.









 

Denkmal – es lebe hoch!

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