Obertrumer See und Mattsee

Klein aber fein: Brüderlein fein

Eigentlich sind sie ja zu dritt, da drüben im schönen Alpenvorland, kaum zwanzig Kilometer von der Landeshauptstadt Salzburg entfernt, und miteinander durch eine Art urzeitlicher Nabelschnur und kleine Kanäle verbunden: Obertrumer See, Mattsee und Grabensee. Letzterer ist der nur 2 km lange Benjamin der Familie, und weil für ihn besonders strenge Naturschutzbestimmungen gelten, fällt er als Segelrevier aus. Macht nichts, denn seine beiden Geschwister bieten nicht nur hervorragende Wasserqualität und liebliche Landschaft, sondern auch ordentliche Infrastruktur für Wassersportler aller Art und feinen Wind. Herz, was willst du mehr.
Den Großen gibt der Obertrumer See mit einer Fläche von fast fünf Quadratkilometern; groß ist eben relativ. Er wird von der Mattig gespeist und liegt gemeinsam mit dem Mattsee in einer Senke, die einst der Salzachgletscher formte. Schöne Segelbedingungen ermöglicht der Südwind, der sich gerne nach einem Gewitter oder einer abziehenden Kaltfront einstellt; am besten, so Insider, ist er, wenn es von Norden her auflockert, während es in der Stadt Salzburg noch regnet. Zwei bis drei Beaufort kommen rasch zusammen, auch vier Beaufort sind keine Seltenheit, in jedem Fall ist er konstant und ohne Launen. West- und Ostwind hingegen fallen vom jeweiligen Berg herunter, sind drehend und böig. Nur die gefinkeltsten Füchse wissen ihn zu ihrem Vorteil zu nutzen, aber wenn es gefinkelte Füchse gibt, dann sind sie im Trumer Seenland daheim. Und trägt so ein segelnder Fuchs zufällig den Namen Seidl, dann hat er sich von Obertrum aus seinen Weg in die Oberliga gebahnt. Ernst und Kurt nahmen in den Siebzigern am FD an Olympischen Spielen teil, Michael war (mit Andreas Hagara) Tornado-Europameister und Bernhard eine Macht im professionellen Surf-Zirkus. Gelernt haben sie ihr Handwerk zwischen Haunsberg und Buchberg, im Seehamer SC, dem einzigen Segelclub am See. Gegründet 1961, seit 1989 Herr über eigenen Grund und Boden, bekannt für außerordentliche Gastfreundschaft, was Regattateilnehmer zu schätzen wissen.

Den kompletten Artikel finden Sie in Ausgabe 7/2011.

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