Viko S 21

In der Basisversion kommt die Polin ziemlich schlicht daher, was sich auch im Preis niederschlägt

Viko S 21

Modern und unglaublich günstig – exakt 13.188 Euro inklusive Steuer muss man für eine segelfertige Viko S 21 berappen. Kein Wunder, dass die Polin, für die es hierzulande mit Viko-Austria seit knapp zwei Jahren einen Importeur gibt, mächtig Aufmerksamkeit erregt.

Gebaut wird sie von der Firma Navikom (Viko Yachts) bei Posen. Die 1980 gegründete Werft blickt auf reichhaltige Erfahrung zurück, aktuell umfasst die Palette acht Segelyachten und ein Motorboot. Einer breiteren Öffentlichkeit bekannt wurden die Vikos, als man mit dem Italiener Sergio Lupoli einen Designer engagierte, der das Erscheinungsbild der Boote nachhaltig veränderte. Sein Input: Steiler Steven, minimalistische Linien, gefälliges, beinahe elegantes Styling. Obwohl die Yachten extrem hochbordig sind und dementsprechend viel Platz bieten, wirken sie überhaupt nicht plump – damit ist Lupoli ein echtes Kunststück gelungen. Er zeichnet derzeit für vier Modelle (Viko S 21, S 22, S 26 und S 30) verantwortlich. Die S 26 feierte erst vor wenigen Monaten Weltpremiere (Test in einer der nächsten Ausgaben), Viko 33 DS und Viko 35 sollen demnächst folgen, Zukunftsmusik sind eine 40- beziehungsweise 50-Fuß-Yacht. Mittlerweile verlassen rund 200 Boote im Jahr die Werfthallen, Tendenz steigend.

Einkaufstour

Beim Betreten der Yacht wird rasch klar, dass potenzielle Eigner vermutlich tiefer in die Tasche greifen müssen, als es der Basispreis suggeriert. Das ist aber nicht link, sondern ein intelligenter Zugang zum Thema – Stichwort Baukastensystem. So hat man die Möglichkeit, die Yacht in genau den Bereichen zu optimieren, die einem wichtig sind. Als Partner stehen dem Käufer dabei Importeur Gerhard Rodler, Chef von Viko-Austria und vom Yachthafen Jois, sowie Erwin Rumpf zur Seite; Letzterer ist ein erfahrener Spezialist, der den Eigner individuell berät und die Yacht wie gewünscht aufrüstet. Semi-Custom im Niedrigpreissegment sozusagen.

Die Testyacht war mit dem Komfort-Paket ausgestattet. Es umfasst Seereling, Bug- und Heckkorb, Navigationslicht am Masttopp, Badeleiter, Motorhalterung, Vinyl-Tapezierung im Inneren, Wasserinstallation, Decksluke sowie Vorsegelrollreff und kostet 4.032 Euro. Damit wirkt die Yacht einigermaßen komplett, wobei die Beschläge insgesamt von ordentlicher Qualität sind. Luft für weitere Optimierungsmaßnahmen ist reichlich vorhanden: So würden sich aus unserer Sicht Zusatzinvestitionen in eine hochwertige Furlex-Rollreffanlage, Fallen mit weniger Reck, Gurten statt Relingsdrähten im Cockpitbereich, Pinnenausleger, Baumniederholer, Cunningham, Lazybag sowie GfK-Bugspriet für Gennaker und Code 0 lohnen.

Serienmäßig wird die Viko S 21 mit Innenballast (300 kg) und profiliertem Ballastschwert (300 kg) aus Eisen angeboten. Letzteres lässt sich dank achtfacher Untersetzung auch ohne Winsch aufholen. Gegen Aufpreis gibt es einen Hub- oder Fixkiel mit Bombe, den man wahlweise mit einem höheren Mast kombinieren kann.

Den gesamten Fahrbericht lesen Sie in der Yachtrevue 8/2017, am Kiosk ab 4. August!

Der komplette Bericht als PDF-Download:

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