Kleine Katastrophen

Oktober 2014: Die private Monatsbilanz von Verena Diethelm

Selbsterfüllende Prophezeiung. „Wenn Du wegfährst, wird sicher das Wetter schlecht oder es passieren sonst irgendwelche Katastrophen“, gibt mir der Chefredakteur zum Abschied mit auf den Weg; er kennt mich inzwischen ganz gut. Um es vorwegzunehmen: Das Wetter ist nicht das Problem. Aber die Anreise zu den Azoren läuft gehörig aus dem Ruder. Statt abzuheben bleibt unser vollbesetztes Flugzeug zwei Stunden am Boden stehen. Das Flugplanungssystem des Madrider Flughafens hat seinen Dienst quittiert, der gesamte Luftraum muss gesperrt werden. Als wir mit massiver Verspätung endlich in Lissabon landen, ist der Anschlussflug längst weg. Keine Katastrophe, aber leider ein Segeltag weniger …
Am Sand. EYOTY-Test in La Rochelle. Erster Tag, Sonnenschein, 10 bis 15 Knoten Wind, kaum Welle – es gibt Schlimmeres. Unsere Sun Fast 3600 segelt mit 8,5 Knoten unter Gennaker, als Konstrukteur und Local Daniel Andrieu einen Wunsch äußert: „Bitte nicht zu nahe an die Küste, dort ist es richtig …" Weiter kommt er nicht. Es rumpelt einmal, zweimal, dreimal, viermal. Dann sitzen wir tief im Schlamm fest. Den Rest unserer Testzeit verbringen wir auf die Flut wartend als Ballast am Bug.
Nächstes Mal bitte wieder schlechtes Wetter.

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