Clipper Race

South Beach Yacht Club, nahe Pier 40 in San Francisco. Inmitten der allgegenwärtigen Touristen liegen Segel zum Trocknen auf. Ein paar müde Segler inspizieren die Oberfläche von Groß, Fock und Gennaker und markieren kleine Schäden. Routine nach einem normalen Segeltag? Nicht ganz. Die dazugehörigen Yachten haben gerade Wettfahrt zehn der aktuellen Auflage des Clipper Round The World Race beendet.
Sie haben von dieser Regatta noch nichts gehört? Das Konzept ist faszinierend und liegt seit 1996 in den Händen der britischen Hochseelegende Sir Robin Knox-Johnston. Start und Ziel in London, in acht Etappen und 16 Wettfahrten einmal rund um die Welt: Brasilien, Südafrika, Australien, Singapur, China, Westküste USA, durch den Panamakanal und über Jamaika zur Ostküste der USA und schließlich zurück nach Europa. So weit, so relativ normal. Was die Regatta besonders macht: Stabile, aber trotzdem anspruchsvolle Boote – in der diesjährigen Auflage brandneue 70-Füßer – werden von einem Profi geskippert, der Rest der Crew sind Amateure. Aber trainierte Amateure. Manche mit, manche ohne Segelerfahrung, zwischen 18 und 73 Jahre alt, von der Krankenschwester bis zum Geologen. Mehrere Vorbereitungskurse machen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer technisch, physisch und psychisch fit für die Regatta. Einige wenige machen die gesamte Strecke. Viele nehmen „nur“ an einzelnen Etappen teil.
Die Erfahrungsberichte zeigen: Gewinnen ist zweitrangig. Für die allermeisten zählt das Erleben der Elemente, das Absolvieren der Route, der persönliche Sieg. „Ich bin noch nie vorher gesegelt – ich möchte mich weit außerhalb meiner Komfortzone bewegen“, meint die Engländerin Helen, 29, die in der Verlagsbranche arbeitet. „Ich freue mich auf den Adrenalinstoß beim Abwettern der Stürme“, sagt Kees, ein belgischer Student und mit 22 einer der Jüngsten. Abgeklärter hingegen Ralf, der 70-jährige Restaurantbesitzer aus den USA: „Für mich ist es ein weiteres Puzzlesteinchen um ein erfahrener und gut ausgebildeter Segler zu werden.“ Dem ist wenig hinzuzufügen – ein breites Spektrum.

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Ressort Kreuzpeilung
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Ohne Worte

Ressort Kreuzpeilung
Limitierte Auflage. Stück 211/1000, handsigniert, kommt im eleganten Schuber. Die werte Kollegenschaft hat bei meiner turnusmäßigen Wegrotation als Departmentvorstand – wohl aus einer Mischung von Anerkennung und Erleichterung heraus – tief in die Tasche gegriffen und mir „Segelmomente“ geschenkt, einen Bildband des bekannten Segelfotografen Nico Krauss.









 

S/W

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Lockdown-bedingt verläuft der Abend ruhig, untermalt von der Pörtschacher Singgemeinschaft und ihrer Interpretation von „Sing ma im Advent“. Plötzlich draußen ein herzzerreißender Jammerschrei. Ich öffne die Terrassentür – und sehe das Weihnachtsengerl. Verstört lehnt es in der Ecke. Meine einladende Geste beantwortet der Gefiederte nach kurzem Zögern mit dem Eintreten.









 

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Ohne Zugriff auf digitale Welten geht heute (fast) nichts mehr. Das Handy, längst vom Telefon zum elektronischen Allzweckwerkzeug mutiert, erschließt ebendiese im Alltag auf einfache Weise. Das mag man je nach Standpunkt und Umstand bejammern oder begrüßen, Fakt ist: Digital-ohne ist bis auf weiteres nicht mehr vorstellbar.









 

Die Speisekarte macht nicht satt

Ressort Kreuzpeilung
Sommerzeit ist Urlaubszeit. Und mit der Urlaubgestaltung ist es so wie mit persönlichem Geschmack: Darüber lässt sich nicht streiten, sondern allenfalls freudig erstaunt, gleichgültig oder sich gruselnd abwendend reagieren. Ersteres ist mir in diesem Sommer angesichts der Urlaubsgestaltung einer (nicht: meiner) Familie am Neusiedler See passiert. Was war gelaufen?









 

Kein Titel!

Ressort Kreuzpeilung
Für viele von uns ist das Segeln die schönste Nebensache der Welt. Über lange Jahre war es relativ klar, was es umfasst: Boot, Mast, Segel – und aus. Heute ist das anders – und das hat durchaus Konsequenzen. Auf lokaler Clubebene stellt sich etwa die Frage, ob schwimmende Untersätze wie Elektro- oder Motorboote bei allfälliger Knappheit von Liegeplätzen gleiche Priorität haben sollten wie Segelboote. Auf globaler Ebene wurden die Folgen aktuell sichtbar, als über die Auswahl einer Klasse für die Segelbewerbe vor Marseille bei den Olympischen Spielen 2024 diskutiert wurde. Bei der Vorbereitung der Entscheidung und in Abschätzung der Auswirkungen auf die betroffenen Seglerinnen und Segler, ihre Verbände, die Verankerung von Segeln als olympischen Bewerb und die Attraktivität des Segelsports für Medien sowie breite Öffentlichkeit wurde eines überdeutlich: Es gibt keine Einigkeit darüber, was alles unter „Segeln“ verstanden werden soll.









 

Schatz, ich geh dann mal Segeln!?