Pardo GT52

Die für schnittige Segelyachten bekannte Werft stattete den Performance-Rumpf eines Daycruisers mit mehr Wohnraum aus und hob damit eine neue Modellreihe aus der TaufePardo

Pardo GT52

Seit fast 50 Jahren baut die italienische Werft Cantiere del Pardo unter der Marke Grand Soleil schicke und vor allem schnelle Segelyachten. Verhältnismäßig spät, nämlich 2017, erfolgte mit der Pardo 43 der Einstieg in den Motorboot-Markt.

Mit diesem Schritt bewiesen die Italiener einen guten Riecher – die Werft, zu der seit 2020 auch die Marke VanDutch gehört, macht inzwischen mit Motoryachten mehr Umsatz als mit besegelten Modellen, und in den vergangenen fünf Jahren sind mehr als 500 Motoryachten mit einer Länge zwischen 38 und 60 Fuß vom Stapel gelaufen. Für 2023 steht eine GT75 im Produktionsplan, daher werden derzeit die Kapazitäten in Forli erweitert. In der neuen, 4.000 Quadratmeter großen Halle können dann Yachten zwischen 60 und 80 Fuß gebaut werden.

Die jüngste Neuerscheinung Pardo GT52 wurde für den European Powerboat of the Year Award 2023 nominiert (Anm. d. Red.: Vorstellung aller Nominierten in der Dezember-Ausgabe) und ist bereits das vierte Modell von Pardo Yachts, dem diese Auszeichnung zuteil wird. Die GT52 stellt den Anfang einer neuen Produktreihe dar, die zwischen den Walkaround-Daycruisern und der Langfahrtyacht Endurance 60 positioniert ist. Der Rumpf der GT52 basiert auf jenem der 2018 eingeführten Pardo 50 und wird auch mit der gleichen Motorisierung angeboten. Abgesehen davon unterscheiden sich die beiden Yachten aber wesentlich in Raumvolumen sowie Gewichtsverteilung und -schwerpunkt. Um mehr Platz für die Kajüten zu haben, wanderten die Motoren bei der GT52 ein Stück nach achtern, der Motorraum wurde komplett neu gestaltet, um das Gewicht optimal auszubalancieren. Auch die Hydrodynamik wurde überarbeitet, um das Plus von ca. 10 Tonnen (größere Kajüten, aufwendigere Möblierung, geschlossenen Aufbauten) zu kompensieren.

Wahlberechtigt

Kunden, die eine Pardo kaufen, sind interessanterweise keine ehemaligen Segler, sondern haben häufig bereits eine Motoryacht einer Luxusmarke wie Pershing oder Riva besessen. Rund die Hälfte der Pardo-Eigner stammt aus den USA, v.a. aus Florida, die andere Hälfte teilt sich auf Balearen, Cote d'Azur, Italien und Holland auf. Naheliegenderweise wurde daher auch bei der GT52 darauf geachtet, dass es ausreichend Aufenthaltsbereiche im Freien gibt. Am Vorschiff befindet sich eine große Sonnenliege, im Heck eine U-förmige Sitzecke, die ebenfalls in ein Sonnenbett umgewandelt werden kann. Die optional elektrisch absenkbare Badeplattform wurde im Vergleich zur Pardo 50 um 60 cm verlängert und bietet damit ausreichend Platz für einen Jetski.

Um den unterschiedlichen Revieren und Einsatzbereichen Rechnung zu tragen, kann die Galley auf dem Hauptdeck oder einen Stock darunter platziert werden.

Den gesamten Fahrbericht lesen Sie in der Yachtrevue10/2022, am Kiosk ab 7. Oktober!

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