Gemeinsame Sache

Friedensflotte Mirno More und Umweltorganisation Living Ocean in einem Boot

Bei diversen Workshops wurde den Mirno-More-Kindern der Umweltschutz und dessen Bedeutung für die Meere näher gebracht

Bei diversen Workshops wurde den Mirno-More-Kindern der Umweltschutz und dessen Bedeutung für die Meere näher gebracht

Die Kooperation der österreichischen Umweltorganisation Living Ocean mit dem in Europa größten sozialpädagogischen Segelprojekt mirno more friedensflotte fand auf der Flottenfahrt 2012 von 15. bis 22. September mit ausgebautem Programm ihre Fortsetzung.
Nach dem ermutigenden Start 2011 mit der Meeresmüll-Kampagne "Klar Schiff – Klar See" brachte Living Ocean heuer den teilnehmenden Kindern in workshops im Rahmen des mirno more-Activity-Programms das Meer, seine Bedrohungen und die Möglichkeiten seines Schutzes näher.
Im workshop Meeresmüll staunten die Kinder, aber auch so mancher Skipper, dass uns ein Zigarettenstummel, den wir ins Meer werfen, bis zu zehn Jahre, eine Plastikflasche über 300 Jahre lang wieder begegnet. Auch dass es unter Wasser für Meeresbewohner oftmals nicht so einfach ist, Müll von Nahrung und Beutetieren zu unterscheiden, war nicht allen klar. Ist aber so: Im besten Fall kommen die Wale und Delfine des Mittelmeers dabei mit einer Magenverstimmung weg, im schlimmsten Fall bezahlen sie für unsere Schlamperei mit ihrem Leben. Wenig bekannt ist weiters, dass im Mittelmeer wahre Riesen wie der Finnwal mit einer Größe von über 20 Metern und einem Gewicht bis zu 120 Tonnen oder der Pottwal (18 Meter und knapp 60 Tonnen) anzu treffen sind. Leider – wie auch die Adria-Delfine – immer seltener. Wandern sie ab oder geht ihre Population dramatisch zurück, ist das ein Zeichen dafür, dass es um das natürliche Gleichgewicht und die Wasserqualität des jeweiligen Reviers nicht gut bestellt ist. Gehen die Fischbestände durch Überfischung, wie es etwa in der Adria der Fall, drastisch zurück, finden die Delfine keine Nahrung. Es gilt daher die einfache Gleichung: Wo kein Fisch da auch kein Delfin!

Einer der Höhepunkte in der Woche war die mirno more – Olympiade, bei der auf Grasschiern zu viert mit Müllkarten ein Parcours zu den richtigen Trennbehältern zu bewältigen war, um die wertvollen Rohstoffe in unserem Abfall zu erkennen und richtig zu entsorgen.

Markus Steiner, Vorsitzender von Living Ocean, der erstmals persönlich an der Friedensflotten-Woche teilgenommen hat, genoss den Törn: "960 Teilnehmerinnen und Tilnehmer aus 21 Nationen auf 106 Schiffen – es hat mich tief beeindruckt, wie mühelos und unkompliziert die Kinder der mirno more den Sinn des Umwelt- und Meeresschutzes für ihre eigene Zukunft erkannt und angenommen haben. Auch wenn es persönlich manchmal ein wenig mehr Aufwand oder den Verzicht auf überfischte Arten bedeutet, sind die Kinder um ein 'Dann machen wir das einfach!' nicht verlegen. Und Kinder sagen so etwas nicht einfach nur so!"

www.living-ocean.org
www.mirnomore.org

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