Trendwende?

Hoffnung, dass die Talsohle in der Wassersportwirtschaft durchschritten ist

Kleinere Boote haben der Wassersportbranche frischen Wind beschert. Der Umsatz in Deutschland wuchs 2010 im Vergleich zum Vorjahr um knapp 5 Prozent auf über 1,7 Milliarden Euro. Laut Jürgen Tracht, Geschäftsführer des deutschen Bundesverbandes Wassersportwirtschaft, legte die Produktion von Booten um etwa 14 Prozent zu; der Verkauf von teuren Super-Yachten bleibe aber schwierig.
Tracht bezeichnete diese Umsatzentwicklung als Trendwende, allerdings liege die Bootsproduktion immer noch um etwa die Hälfte unter dem Niveau der Boomjahre 2006 und 2007. Die Branche leide auch unter den billiger gewordenen Booten aus zweiter Hand. Die Preise seien hier in den vergangenen Jahren im Schnitt um 20 Prozent gefallen, der Markt voll von Gebrauchtbooten. Die Kluft zwischen dem Preis eines neuen Bootes und dem Wert des vorhandenen werde immer größer, dies erschwere den Verkauf neuer Yachten. Allerdings erleichtere die Marktlage bei den gebrauchten Booten neuen Kunden den Einstieg.
Problematisch bleibt der fehlende Nachwuchs: Der durchschnittliche Bootsfahrer ist inzwischen 56 Jahre alt, man rechnet damit, dass in den kommenden Jahren die Zahl der Freizeitkapitäne sinken wird.

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