Weltcup in Hyères

Am Mittwoch startet für den österreichischen Nationalkader die Punktejagd an der französischen Riviera

Nico Delle-Karth und Niko Resch kämpfen vor Hyéres gegen die weltbesten 49er-Segler
Nico Delle-Karth und Niko Resch kämpfen vor Hyéres gegen die weltbesten 49er-Segler

Nico Delle-Karth und Niko Resch kämpfen vor Hyéres gegen die weltbesten 49er-Segler

Der Segel-Weltcup ist zurück in Europa, ein limitiertes Starterfelder sorgt für einen vereinfachten Modus und Top-Qualität, Aktive aus 60 Nationen sind am Start.
Keine Monsterfelder, keine Qualifikationswettfahrten vorab und damit auch keine Unterteilung in Gruppen, sondern eine viertägige, durchgehende Serie mit maximal acht (Monohulls) bzw. zwölf Rennen (Skiffs, Multihulls), einer Streichmöglichkeit und dem abschließenden Medal-Race Tag - so präsentiert sich das neue Weltcupformat der ISAF, das in Hyeres seine Premiere feiert und ab sofort nur noch für 40 Boote pro Klasse ausgeschrieben ist. Ermittelt wird das jeweilige Starterfeld anhand der Weltrangliste (Top30) und einer Qualifikationsregatta, wo zehn weitere Tickets vergeben werden.
Österreichs Olympiasegler wollen in Abwesenheit von Lara Vadlau und Jolanta Ogar in Frankreich in drei Disziplinen das Ticket für die Medal-Race Entscheidungen lösen. Neben den 470er-Herren Matthias Schmid/Florian Reichstädter und David Bargehr/Lukas Mähr, sowie Thomas Zajac/Tanja Frank (Nacra17) werden vor allem Nico Delle Karth und Niko Resch ausgezeichnete Chancen eingeräumt. Die WM-Vierten von Santander haben den Weltcup in Miami für sich entschieden und standen als dritte auch am Podest von Melbourne.
Während diese vier Boote aufgrund ihrer Weltranglistenplatzierung für den Weltcup an der Cote d´Azur gesetzt sind, haben die 49erFX-Damen Laura Schöfegger (19) und Elsa Lovrek (20) ihr aktuelles Weltcupticket vor Palma ersegelt. Die OeSV-Juniorinnen peilen in der neuen Olympiadisziplin einen Platz in der ersten Hälfte an.
Stimmen:
Georg Fundak/OeSV-Sportdirektor:
„Wenn unsere Rio-Boote ihre Qualität ausspielen, sollten wir bei der Musik dabei sein. Von den Arrivierten erwarte ich mir den Einzug ins Medal Race, bei den FX-Damen wäre aufgrund des neuen Formats ein Platz in der ersten Hälfte ein toller Erfolg.“
Nico Delle Karth:
„Wir sind in Übersee sehr gut gesegelt und haben ansprechend in die Saison hineingefunden, aber man darf die Dinge nicht überbewerten. Hyeres ist von der Besetzung her schon ein anderes Pflaster, es ist alles am Wasser was Rang und Namen hat, zu dem probieren wir einen anderen Mast. Unterm Strich wird es sicher ein sehr interessanter Vergleich, den wir auf jeden Fall mit einem Erfolgserlebnis abschließen wollen.“
Matthias Schmid:
„Wir greifen auf das zuletzt in Spanien eingefahrene neue Großsegel zurück und wollen Hyeres für die Weiterentwicklung im Mastbereich nutzen, um auch in dieser Hinsicht den nächsten Schritt zu machen. Die Trainingseindrücke von vor Ort waren sehr ansprechend, wir sind bereit und sehr positiv gestimmt.“

Weitere Artikel aus diesem Ressort

Ressort Olympia

Vom Pech verfolgt

Benjamin Bildstein muss neuerlich eine Verletzung hinnehmen und fällt für zwölf Wochen aus

Ressort Olympia

Die Verwaltung muss den Sport ...

Interview mit Matthias Schmid, ehemaliger Weltklasse-470er-Steuermann und nunmehriger Head of Sports im OeSV

Ressort Olympia

Faszinierend fremd

In den Gewässern vor Enoshima werden 2020 die Olympischen Segelbewerbe über die Bühne gehen. Der ...

Ressort Olympia

Segelnde Botschafter

Das Nacra17-Duo Thomas Zajac und Barbara Matz folgt einer Einladung nach Shanghai und nutzt diese zum ...

Ressort Olympia

Harte Zeiten in Japan

David Bargehr und Lukas Mähr kommen beim Weltcup-Auftakt in Gamagori immer besser in Fahrt

Ressort Olympia

Bronze für Bargehr/Mähr

Das Duo aus Vorarlberg holt als erstes Herren-470er-Team eine WM-Medaille für Österreich