Kroatien: Neue Übergangsregelung für die Einfuhr

Frist endet nicht für alle am 31. März 2014

Tourismusverband Dugi Otok

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Post von der Marina, das ist für viele Eigner um den Jahreswechsel nichts Ungewöhnliches. Doch statt der üblichen Neujahrswünsche erhielten die Bootsbesitzer heuer die Aufforderung, den Zollstatus ihrer Boote in Kroatien zu regeln.

Zur Erinnerung: Durch den EU-Betritt am 1. Juli 2013 wurde Kroatien Teil der Zollunion. EU-Bürgern ist es daher nicht mehr erlaubt, ihre Wasserfahrzeuge (unversteuert und unverzollt) in Kroatien im Verfahren der vorübergehenden Einfuhr zu lassen. Es herrscht also dringender Handlungsbedarf, denn die Beendigung der vorübergehenden Einfuhr geschieht nicht automatisch.Um sein Boot aus der vorübergehenden Einfuhr zu bringen, muss man es in Kroatien beim Zoll deklarieren.

Dafür haben die Bootseigner jedoch nicht unbegrenzt Zeit. War bisher von den kroatischen Behörden als Ende der Übergangsfrist der 31. März 2014 kommuniziert worden, teilte die kroatische Zollbehörde am 13. Jänner 2014 mit, dass das Fristenende vom Beginn der vorübergehenden Einfuhr abhänge. Wenn ein Eigner also noch kurz vor dem EU-Beitritt Kroatiens aus- und wieder einklarierte, dann hat er 18 Monate, also bis Dezember 2014, Zeit die vorübergehende Einfuhr zu beenden. Die Zollverwaltung rät, sich die Frist beim Zollamt bestätigen zu lassen.

Das bedeutet im Umkehrschluss allerdings auch, dass für einige Bootsbesitzer die Frist für die Zollanmeldung bereits vor dem 31. März 2014 endet. Wer z. B. im Juni 2012 das letzte Mal aus- und einklariert hat, musste bis Ende Dezember 2013 sein Schiff beim Zoll anmelden. Wurde das verabsäumt, hat er sich bereits eine Pflichtverletzung begangen, die zu einer Einfuhrzoll- und Steuerschuld führen kann.

Streng genommen müssen Eigner, die gegen die 18-Monate-Regel verstoßen haben, 25 Prozent Mehrwertsteuer und Zoll zahlen. Es sei denn der Zoll sieht die Fristversäumnis nach. Besonders bitter ist diese Tatsache für Eigner älterer Boote, die auf Grund der Acht-Jahres-Regel eigentlich von der Mehrwertsteuer befreit wären.

Mehr dazu in der aktuellen Ausgabe der Yachtrevue, die am 7. Februar erscheint.

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