Teurer Spaß

Wo kosten Liegeplätze am meisten? Interessante Rangliste!

Die drei teuersten Yachthäfen der Welt liegen in Italien. Dies ergab eine von Engel & Völkers ermittelte Rangliste. Seit das Unternehmen sein Dienstleistungsspektrum Ende 2007 auf die Vermittlung hochwertiger Yachten ausgeweitet hat, ist auch das Angebot an attraktiven Yachthäfen in das Blickfeld des global tätigen Immobilienvermittlers geraten. Basierend auf dieser Marktkenntnis hat Engel & Völkers jetzt erstmals eine Rangliste der 15 teuersten Liegeplätze der Welt erarbeitet. Basis der Rangliste sind die ermittelten Preise für eine 55-Meter-Superyacht während der jeweiligen Hauptsaison.

Angeführt wird das Ranking von der Marina Grande auf Capri . Ein Anlegeplatz für eine 55-Meter-Superyacht kostet hier in der Hochsaison 2585 Euro pro Tag. Auf Rang zwei und drei liegen mit 2574 Euro pro Tag Porto Cervo auf Sardinien und die Marina di Portofino an der Amalfiküste mit 2100 Euro Tagessatz.

Neben der Lage und dem Serviceangebot eines Yachthafens ist insbesondere ein Preisbildungsfaktor für die hohen Gebühren entscheidend: I\u00F1igo Nicholson, Lizenzpartner von Engel & Völkers Yachting Madrid und Marbella, sieht vor allem die Verknappung als Preistreiber: „Liegeplätze in exklusiven Lagen sind ein sehr knappes und hoch begehrtes Gut. Ähnlich wie bei Immobilien führt die hohe Nachfrage nach einem sehr begrenzten Raum hier zu Spitzenpreisen.“ Dass Capri die Rangliste der teuersten Anlegestellen für die „schwimmenden Zuhause“ anführt, überrascht den Spezialisten Nicholson demnach nicht. Denn auf dem hügeligen Eiland vor der Amalfiküste gibt es gerade einmal zehn Liegeplätze in der von Engel & Völkers aufgeführten Größe für Superyachten.

Auf Platz vier der Rangliste und nur knapp hinter den italienischen Spitzenreitern folgt Puerto José Banus in Marbella . An der spanischen Costa del Sol zahlen Yachtbesitzer 2069 Euro pro Tag. Platz fünf belegt mit 1643 Euro pro Tag der balearische Yachthafen Ibiza Magna . Im teuersten Yachthafen Frankreichs - Port de Saint-Tropez auf Platz sechs des Rankings - zahlen Yachteigner verglichen mit Capri immerhin nur rund die Hälfte an Liegegebühr: 1356 Euro pro Tag. Dabei ist das exklusive Feriendomizil an der Côte d’Azur nicht weniger beliebt. Der Port de Saint-Tropez verfügt jedoch immerhin über 30 Anlegeplätze der von Engel & Völkers ausgewerteten Größenordnung. Auf Platz sieben folgt der ebenfalls in Südfrankreich gelegene Yachthafen Port Camille Rayon in Golfe Juan . In dem kleinen Badeort zwischen Antibes und Cannes zahlen Besitzer einer 55-Meter-Superyacht 1100 Euro pro Tag. Geringfügig günstiger legen Superyacht-Eigner in Barcelona für einen Tag an. In der Marina Port Vell der spanischen Metropole kostet ein Liegeplatz 1084 Euro.

Yachthäfen in Osteuropa bieten ihre Liegeplätze im Vergleich zu den italienischen Anführern des Ranking zu deutlich günstigeren Konditionen an. Auf Platz neun liegt mit 1001 Euro pro Tag die ACI Marina im kroatischen Split . Auf Platz zehn folgt der einzige Yachthafen der Rangliste aus Übersee: Im Yacht Haven Grande auf der Insel St. Thomas, US Virgin Islands , zahlen Eigner 889 Euro pro Tag. Platz elf belegt mit 888 Euro Port Hercules in Monaco , dicht gefolgt von den beiden türkischen Destinationen Satur Marina Kalamis? in Istanbul mit 882 Euro Tagesrate und Satur Marina \u00C7es?me in Izmir mit 743 Euro pro Tag. Auf Platz 14 liegt mit 720 Euro Tagessatz der italienische Porto San Rocco an der Adriaküste. Schlusslicht der von Engel & Völkers ermittelten „Bestenliste“ ist mit 690 Euro auf Platz 15 der Hafen Port de la Plaisance de Bonifacio auf Korsika .

„Viele Yachtbesitzer sind überrascht, dass Capri teurer als Porto Cervo ist, und Puerto Banus höhere Preise berechnet als Monaco,“ sagt Harry Peralta, Managing Director bei Engel & Völkers Marbella. „Wer an diesen nur sehr begrenzt zur Verfügung stehenden Liegeplätzen zur Hauptsaison anlegen möchte, sollte nicht nur das Budget haben, sondern vor allem auch Monate im Voraus buchen,“ rät Peralta daher seinen Kunden. Die Preise für die wenigen verfügbaren Anlegeplätze können zudem je nach Größe der Yacht und abhängig von saisonalen Events stark schwanken, erklärt Peralta. Zum „Großen Preis von Monaco“ etwa, dem alljährlichen Formel-1-Rennen in Monte Carlo, schießen die Liegeplatzgebühren in beispiellose Höhe von mehreren Tausend Euro. Nicht alle großen Yachten passen darüber hinaus in jeden Hafen. Superyachten über 70 Meter müssen beispielsweise meist vor der Küste ankern.

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