Mit dem Hausboot durch Friesland

Beschauliche Reise über die Wasserstraßen an der niederländischen Nordseeküste

Da ist es ja, unser Schiff. In der modernen Marina von Strand Horst liegt es bereit und wartet darauf, mit all den leckeren Sachen, die wir im Supermarkt gebunkert haben, beladen zu werden. Da wir mit dem Auto dicht ans Heck heranfahren können, ist alles rasch verstaut. Danach steht die Einweisung auf dem Programm. In aller Kürze werden wir zunächst mit den detaillierten Wasserstraßen-Karten, einem Handbuch über Schleusen und Brücken sowie den Unterlagen zum Schiff vertraut gemacht, dann fahren wir unter Anleitung des Technikers von Le Boat eine Runde in der Marina. Er zeigt uns, wo wir den Fäkalientank entleeren können und wo man Trinkwasser bekommt. Schließlich gibt er uns seinen Segen: Wir dürfen alleine ablegen und steuern unser schwimmendes Wohnmobil hinaus auf den etwa einen Kilometer breiten See in Richtung Norden. Mit der Höchstgeschwindigkeit von elf km/h nähern wir uns einer Engstelle, die sich schließlich als Überbrückung einer Autobahn herausstellt. Als wir den unter uns rollenden Autoverkehr mit unserem Hausboot überquert haben, liegt das Veluwemeer vor uns, ein (der Name täuscht!) Binnensee, den wir Richtung Friesland durchfahren. Wie die meisten Gewässer in dieser Region ist auch das Veluwemeer relativ seicht und wir müssen unseren Kurs nach der mit Bojen markierten Wasserstrasse ausrichten. Immer wieder passieren wir flache Sandbuchten mit Anlegestellen. Nach drei Stunden, in denen wir etwa 30 Kilometer zurückgelegt haben, machen wir an einem gut geschützten Platz fest und genießen unsere erste Mahlzeit an Bord. Nicht alles, was in Holland „lekker“ ist, kann man übrigens essen. „Slaap lekker“ beispielsweise heißt so viel wie „Gute Nacht“ … Apropos: Wir schlafen herrlich, ein sanftes Plätschern lullt uns ein und erinnert uns daran, dass wir wieder einmal auf einem Schiff zu Hause sind.

Besondere Begegnungen
Am nächsten Tag durchqueren wir das Veluwemeer. Hie und da sehen wir andere Motorboote, die ebenso gemächlich dahingleiten wie wir. Wer zu schnell fährt, wird in Holland nicht nur auf der Autobahn abgestraft.

Den kompletten Artikel finden sie in der Ausgabe 10/13

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