Absolute 60 Fly

Die Neuerscheinung nimmt Anleihen aus der Welt der Superyachten und erlaubt einen Blick in die Zukunft der Absolute-Produktpalette

Absolute 60 Fly

Ein Prisma ist ein geometrischer Körper, der Licht in seine Bestandteile zerlegen und umlenken kann, und nicht unbedingt das Erste, das man mit einer Motoryacht assoziiert. Dennoch hat das nie um Ideen verlegene Marketing-Team der italienischen Werft ihrer jüngsten Neuentwicklung den Beinamen "The Absolute Prisma" verliehen. Denn die Absolute 60 Fly soll wie ein Prisma ungewohnte Perspektiven eröffnen.

Die Flybridge-Yacht nimmt offensichtlich Anleihen an der Navetta 64, die 2021 zum European Powerboat of the Year gewählt worden ist. So wanderte die Eignerkajüte ebenfalls von der Schiffsmitte in den Bug. Durch mehr Volumen im Vorschiffsbereich und die Positionierung der Nasszelle ganz vorne im "Spitz" wurde nicht viel vom Platzangebot einer mittschiffs liegenden Kajüte eingebüßt. Die Eignerkajüte ist barrierefrei, verfügt über platzsparende Schiebetüren, eine große begehbare Garderobe, einen optionalen Schminktisch sowie eine große Schublade unter dem 1,6 Meter breiten und zwei Meter langen Inselbett, das in Fahrtrichtung positioniert ist. Durch das neue Layout ergeben sich weitere Vorteile: Der Eignerbereich bietet mehr Privatsphäre und Ruhe, da der Motorraum weiter entfernt ist, und befindet sich auf einer Art Zwischendeck. Dank dieser im Vergleich zum unteren Deck erhöhten Position kann man nun durch die großen Rumpffenster einen besseren Ausblick genießen. Außerdem wurde so unter dem Eignerbereich Platz für einen großen technischen Stauraum geschaffen, den man von der Garderobe in der VIP-Kajüte aus erreicht. Diese befindet sich in der Schiffsmitte und muss sich mit einem ebenfalls 1,60 x 2 m großen Inselbett, eigener Nasszelle mit separater Duschkabine und großem Rumpffenster nicht verstecken. Darüber hinaus gibt es noch eine Gäste-Kajüte mit zwei Einzelbetten und eigener Nasszelle sowie die Möglichkeit, den Stauraum im Heck als vollwertige Unterkunft für zwei Crew-Mitglieder auszubauen.

Ein Geschoss weiter oben bilden Steuerstand, Salon und Pantry eine lichtdurchflutete Einheit, umgeben von riesigen Glasfronten, die einen 360-Grad-Rundumblick ermöglichen. Die L-förmige Pantry befindet sich achtern im Anschluss an große Glasschiebetüren. Gegenüber liegt ein Bereich, der unterschiedlich gestaltet werden kann. Am Testschiff befanden sich dort statt der standardmäßigen Esssitzgruppe eine niedrige Kommode und zwei freistehende Minotti Armsessel, die mit 6.000 Euro zu Buche schlagen.

Offenbarung

Dass man vom Salon aus auch über das Heck den Blick aufs Meer schweifen lassen kann, ist dank der nächsten Novität möglich. Das Cockpit ist frei von jeglichen fixen strukturellen GfK-Bauteilen, also den sonst üblichen Sitzgruppen oder Sonnenliegen, sondern bietet einen offenen Bereich, der an eine Terrasse erinnert und mit modularen Möbeln bestückt werden kann. Allerdings nicht mit Gartenmöbeln aus dem Baumarkt, sondern mit eigens für den Bordgebrauch entworfenem Mobiliar von der Optionenliste. So kann man Polstersessel mit einem Tisch kombinieren, der höhenverstellbar und auf einer Schiene in drei verschiedenen Positionen zu fixieren ist.

Das Heck ist dadurch offen und nur von einer Glas-Balustrade von der Badeplattform abgetrennt; Letztere hat eine Länge von 2,3 m, eine Breite von 4,59 m und kann auch als kleiner Beach Club oder Abstellfläche für Wasserspielzeug genutzt werden.

Den gesamten Fahrbericht lesen Sie in der Yachtrevue 1/2022, am Kiosk ab 31. Dezember!

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