Unter-Wasser-Schatz

Wertvolles Porzellan auf versunkenem chinesischem Schiff gefunden

Mehr zum Thema: Wrack

Wiedermal was Neues zum Thema versunkene Schätze: In der Javasee, etwa 150 Kilometer von der indonischen Küste entfernt, fanden Fischer 2009 durch Zufall in einer Tiefe von 54 Metern das Wrack eines chinesischen Schiffes. Es stammt aus der Zeit des Kaisers Wan-Li und dürfte um 1580 gesunken sein. In seinem Inneren befindet sich ein äußerst wertvoller Schatz, nämlich rund 700.00 Tassen, Teller und Schalen aus der Ming-Dynastie. Experten schätzen den Wert des Porzellan-Geschirrs auf 50 Millionen Euro.
Ein Hamburger Unternehmer hat nun von den indonesischen Behörden die Genehmigung erhalten, das Wrack samt Porzellan zu bergen, die dazu nötige Tauchoperation soll im September starten und dürfte acht Monate dauern. 60 Mitarbeiter werden daran beteiligt sein und in dieser Zeit auf einer schwimmenden Insel über dem Wrack leben. Die Kosten der Bergung sind immens: Ein Tag kommt auf mehr als 15.000 Euro. Die Hälfte des Funds wird der indonesischen Regierung überlassen, darunter all jene Teile, die von Sachverständigen als nationales Kulturgut eingeschätzt werden. Derzeit wird das versunkene Schiff rund um die Uhr von der indonesischen Marine bewacht – man befürchtet, dass Piraten dem Bergungsteam zuvorkommen und den Schatz illegal an die Oberfläche holen könnten.

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