Hinter den Kulissen des Volvo Ocean Race

Verena Diethelm war beim Stopover in Newport, traf interessante Typen und gewann einen Einblick in den Alltag der Shore-Crew

Hinter den Kulissen des Volvo Ocean Race

Das Volvo Ocean Race ist nicht einfach nur ein Wettrennen um die Welt, sondern auch ein Unternehmen mit mehr als 150 Mitarbeitern aus 20 Nationen. 30 davon arbeiten ständig in der Firmenzentrale der Volvo Ocean Race S.L.U. in Alicante. Dort befindet sich auch das „Hirn“, die Rennkontroll-Zentrale, in der alle Fäden bzw. Daten zusammenlaufen. 120 Personen, quasi die Außendienstler, folgen den sechs Teams permanent um den Globus, darunter etwa die Mitarbeiter der Wettfahrtleitung, der mobilen Werft „The Boatyard“ und des Race Villages.
Außerdem beschäftigt jedes Team eine Land-Crew, zu der unter anderem Köche, Ärzte, Physiotherapeuten, Segelmacher, Bootsbauer, Psychologen, Logistikmanager, Buchhalter, Pressesprecher, Geschäftsführer, Meteorologen und Ernährungswissenschaftler gehören. Je nach Team sorgen 25 bis 40 Personen an Land dafür, dass es den Seglern an nichts fehlt und das Rennen sowie sämtliche Rahmenevents während der Zwischenstationen reibungslos über die Bühne gehen.
Im Gegensatz zu den Seglern, die dank der On-Board-Reporter rund um die Uhr im Rampenlicht stehen, werken diese fleißigen Bienen üblicherweise im Hintergrund. Dabei haben sie jede Menge Interessantes zu erzählen – Grund genug, sie einmal vor den Vohang zu bitten.

„Ich versuche die Show am Laufen zu halten“

Phil Allen Geschäftsführer Abu Dhabi Ocean Racing Team

Unser Management-Team besteht aus drei Personen: Ian Walker, dem Skipper und der Person im Rampenlicht, Jamie Boag, unserem kaufmännischen Leiter, und mir als Geschäftsführer. Ich bin für das operative Geschäft zuständig und versuche die Show am Laufen zu halten. Dazu gehört es, Kontakte herzustellen, Verträge zu schließen und zu schauen, dass wir über die finanziellen Mittel verfügen, die wir benötigen.
Ich komme eigentlich aus dem Consulting und habe früher als Technologieberater für die US-Investmentbank JP Morgan in Großbritannien gearbeitet. Irgendwann habe ich einen Punkt in meinem Leben erreicht, an dem ich etwas anderes machen wollte, etwas, das mich mehr zufrieden stellt.
2008 habe ich Ian Walker kennengelernt und war zunächst nur an einem Projekt beteiligt, nämlich für Green Dragon die Finanzierung auf die Beine zu stellen. Das Projekt war erfolgreich und so ist es dabei geblieben. Das ist mittlerweile mein drittes Volvo Ocean Race und ich habe sehr viel dabei gelernt. Die letzte VO70-Kampagne war eine riesige Herausforderung. Vor allem die Finanzierung. Sobald wir genug Geld hatten, hatten wir nicht mehr genug Zeit. Unser Boot lief einfach nicht gut. Wenn das Design langsam war, war man von Anfang an chancenlos.
Die Einführung der Einheitsklasse ist eine große Erleichterung. Davor mussten wir die Finanzierung für das nächste Rennen sichern, bevor noch die letzte Etappe zu Ende war.

Den gesamten Artikel mit weiteren Schilderungen, von der operativen Managerin bis zum Teamarzt, finden Sie in der Yachtrevue 6/2015, am Kiosk ab 5. Juni!

Der komplette Bericht als PDF-Download:

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