VOR: Rückschlag für Mapfre

Gesamtführender muss nach Kap-Rundung Reparaturstopp einlegen

VOR: Rückschlag für Mapfre

Ein Schaden an der Mastrutscherschiene hat das derzeit gesamtführende Team Mapfre zurückgeworfen. Die Schiene hatte sich bereits vor fünf Tagen teilweise vom Mast gelöst und das Team improvisieren müssen. Da jedoch noch 2.000 Meilen bis zum Etappenziel in Itajai, Brasilien, zurückzulegen sind, hat Skipper Xabi Fernández einen Reparaturstopp angeordnet.

Das Shore-Team darf während eines Reparaturstopps helfen

Gemäß den VOR-Regeln dürfen die Team während eines solchen Stopps ihre Maschine verwenden und Hilfe von außen annehmen. Die Strafe für eine derartige Unterbrechung ist, dass sie mindestens zwölf Stunden aussetzen müssen und das Rennen, von der gleichen Position wieder aufnehmen müssen, an der sie es unterbrochen hatten. Mapfre ist inzwischen wieder im Rennen und hat rund 270 Seemeilen Rückstand auf das derzeit an erster Stelle liegende Team Brunel.

Durch den Reparaturstopp von Mapfe könnte wieder Bewegung in die Gesamtwertung kommen. Die Spanier sind dennoch zuversichtlich, dass ihnen die Wetterprognosen in die Hände spielen. Es wird erwartet, dass ein Hochdruckgebiet die Führenden einbremst. Brunel-Skipper Bouwe Bekking rechnet mit einem kompletten Restart nach den Falkland Inseln.

Dongfeng erweist dem verunglückten John Fisher seine Ehre

Inzwischen hat die gesamte Flotte Kap Hoorn gerundet. Feierstimmung kam allerdings keine auf. Die Gedanken waren bei SHK/Scallywag-Crewmitglied John Fisher, der am Montag im Sturm über Bord ging und nicht wieder gefunden wurde. "Natürlich ist die Rundung von Kap Hoorn etwas Besonderes und üblicherweise sind alle sehr froh und glücklich. Aber dieses Mal konnten wir nicht vergessen, was mit John geschah und wir können uns nicht so freuen, wie bei einer normalen Rundung", sagte Dongfeng-Skipper Charles Caudrelier, "Wir denken sehr viel an David Witt und sein Team und natürlich an die Familie von John Fisher. Beim Volvo Ocean Race kennen wir all die Familien und alle Kinder, wir können uns gar vorstellen, wie das für sie sein muss. Ein Boot, das im Hafen ohne ihren Dad ankommt. Einfach furchtbar". Bei der Rundung von Kap Hoorn versammelte sich das gesamte Team im Cockpit und ließ sich mit einer Tafel fotografieren, auf der "Fish, wir werden dich nie vergessen" stand.

Weitere Artikel aus diesem Ressort

Ressort Volvo Ocean Race

Chronik der Verluste

Der Tod von John Fisher, der beim aktuellen Volvo Ocean Race über Bord ging, wirft die Frage auf, wie ...

Ressort Volvo Ocean Race

VOR: Details zu Mann-über-Bord

Der vermisste Brite John Fisher ging während einer Patenthalse über Bord

Ressort Volvo Ocean Race

Willkommen an Bord

Rundgang durch den VO65-Racer des spanischen Teams Mapfre – ein Lokalaugenschein von Bord

Ressort Volvo Ocean Race

Höllenritt

Die Volvo-Ocean-Race-Flotte wird im südlichen Ozean von einem gewaltigen Sturm gebeutelt

Ressort Volvo Ocean Race
PDF-Download

Volvo Ocean Race

Am 22. Oktober fällt der Startschuss für das spektakuläre Rennen um die Welt. Teams auf Augenhöhe sollen ...

Ressort Volvo Ocean Race

Knut Frostad tritt zurück

Das Volvo Ocean Race verliert eine charismatische Führungsfigur