Jeanneau Merry Fisher 895 Offshore

Auf nur 26 Fuß bietet die Merry Fisher 895 zwei separate Doppelkajüten und viel Platz für kurze wie lange Törns

Jeanneau Merry Fisher 895 Offshore

Erst die Arbeit, dann das Vergnügen – das gilt auch für die Merry Fisher Pilothouse-Modelle von Jeanneau, die ursprünglich als Sportfischer- und Arbeitsboote konzipiert wurden, sich aber immer mehr in Richtung familientaugliche Allrounder entwickeln. Die Serie umfasst derzeit sechs Boote zwischen 15 und 32 Fuß, die allesamt über ein großes Deckshaus verfügen und ausschließlich mit Außenbordern angetrieben werden.

Die Merry Fisher 895 ist nach dem Flaggschiff der Reihe, der Merry Fisher 1095, die es sogar mit Flybridge gibt, das zweitgrößte Modell und mit einer Breite von 2,99 m und einem Leergewicht von 3,5 t nur mehr mit Sondergenehmigung auf der Straße zu transportieren.

Theoretisch hat man bei der Merry Fisher 895, die mit einem Pre-Rigg für Außenborder von Mercury, Suzuki oder Yamaha ausgeliefert wird, die Wahl zwischen Einzelmotorisierung bis 350 PS und Doppelmotorisierung bis insgesamt 400 PS. In der Praxis ist momentan allerdings kein 350 PS starker Außenborder erhältlich, wodurch die derzeitige Maximalmotorisierung mit 2 x 200 PS die beste Wahl ist, wie Jeanneau-Generalimporteur Robert Mayer erklärt. Die für Doppelinstallationen zugelassene Version der Merry Fisher 895 trägt den Namenszusatz Offshore, ist am Spiegel und anderen besonders beanspruchten Stellen am Rumpf zusätzlich verstärkt, hat ein um 200 l größeres Tankvolumen und wurde für die CE-Kategorie B zertifiziert.
Dank Deckshaus, das mit der optionalen Klimaanlage auch beheizt werden kann, und der Persenning, die das gesamte Cockpit vor Witterungseinflüssen schützt und einfach an das stützenlose, ausziehbare Bimini angezippt wird, lässt sich mit der Merry Fisher 895 problemlos die Saison verlängern. So ist es auch bei unserer Testfahrt trotz eines Wintereinbruchs im Salon kuschelig warm.

Der Steuerstand ist kompakt und bietet alles, was man braucht, in Sicht- und Griffnähe. Besonders praktisch ist die Seitentüre neben dem Fahrersitz, die es bisher nur bei den Modellreihen Leader und NC gab. Man braucht im Prinzip nur die Hand ausstrecken, um die Mittelklampe zu erreichen. Dass der Schalter für die Trimmklappen etwas zu weit unten platziert ist, lässt sich verschmerzen, da diese eigentlich nur bei starkem Seitenwind oder ungleicher Beladung zum Austarieren bemüht werden müssen. Optional sind auch automatische Trimmklappen von Zip Wake erhältlich.

Zum Anfahren reicht es, die Maschinen an den Spiegel zu trimmen. Beim Überwinden der Gleitschwelle steigt der Bug leicht auf, die Sicht ist aber zu keinem Zeitpunkt eingeschränkt. Bei 30 Knoten erreicht man eine flotte Reisegeschwindigkeit, bei der man auch enge Vollkreise fahren kann, ohne mehr als ein, zwei Knoten an Fahrt zu verlieren.

Den gesamten Fahrbericht lesen Sie in der Yachtrevue 5/2021, am Kiosk ab 30. April!

Der komplette Bericht als PDF-Download:

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