Scholtz 22

Zurück im Spiel: flachwassertauglich und somit ideal für den Neusiedler See

Die Scholtz 22 zählt in Ungarn zu den beliebtesten Regattaklassen, nur hierzulande schaffte sie nie den Durchbruch. Das könnte sich nun ändern, zumindest was den Neusiedler See betrifft.
Das Problem der Bootskäufer am Steppensee ist bekannt: Ein Hubkiel ist nicht ideal, weil der Rumpf im Fall einer Grundberührung beschädigt werden könnte. Bei Schwenkkielern besteht diese Gefahr nicht, dafür wandert bei hochgeklapptem Kiel der Gewichtsschwerpunkt nach achtern und die Yacht beginnt raumschots zu „saugen“; ebenfalls unerfreulich. Mit anderen Worten: Wirklich gut „funktionieren“ nur Boote mit Schwert oder Kielschwert.
Freddy Lang, Segelschulbesitzer und Sunbeam-Vertreter, weiß das natürlich und hat sich deshalb die Vertretung für Scholtz 22 mit Kielschwert gesichert. Für ihn ist sie ideale Ergänzung zur Sunbeam-Palette, weil die Mattseer Werft bislang noch keinen Nachfolger für die seinerzeitigen Bestseller Manta oder Sunbeam 22 im Programm hat.
Die Kielschwertoption ist jedoch nicht das einzige Argument für die Scholtz 22. Attraktiver Preis und Wahlmöglichkeit zwischen Racing One Design-, Daysailer- und Cruiser-Version sind nicht minder interessant, wobei der Cruiser über eine längere und besser ausgebaute Kajüte verfügt. Der Daysailer unterscheidet sich vom Racer durch den fehlenden Bugspriet, aber üppigeren Innenausbau mit zusätzlichen Schränken und einem Tisch. Auch Mischformen beider Varianten sind möglich. Vier Kojen sind in allen Versionen Standard.
Der Rumpf mit schmaler Wasserlinie unterscheidet sich gravierend von modernen Designs, etwa Elan 210 oder Seascape?. Das Boot ist auch kippeliger, den Kreuzeigenschaften tut dies keinen Abbruch. Geschwindigkeit, Cockpitergonomie, Rudergefühl und Deckslayout passen, raumschots unter Gennaker (50 m2) geht ebenfalls ordentlich was weiter und der schwenkbare Bugspriet ist trimmtechnisch gesehen eine feine Sache.

Den kompletten Artikel finden Sie in Ausgabe 8/2011.

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