Interview mit Allianz-Vorstand Johann Oswald

Allianz-Vorstand Johann Oswald über die Faszination des Segelsports und den Parallelen zur Wirtschaft

Die Allianz Versicherung engagiert sich seit Jahren im Segelsport und sponsert auch den Business Cup. In der Tageszeitung „Die Presse“ erschien ein Interview mit Allianz-Vorstand Johann Oswald – in Folge die interessantesten Passagen:

Warum engagiert sich die Allianz ausgerechnet im Segeln? Ist Fußball kein Thema?
Bei der Fußball-WM 2006 in Deutschland waren wir in Form der Münchner Allianz-Arena präsent. Auch wenn unser Logo damals abmontiert werden musste und ins Museum für Moderne Kunst in München gewandert ist. Die großen Dinge werden bei uns international akkordiert und da steht Fußball nicht im Vordergrund. Für uns sind das Segel-High-Performances und Formel 1.

Was ist so faszinierend am Segeln?
Die Faszination des „Presse“ Business Cups macht aus, dass sich an einem Ort viele Entscheidungsträger der österreichischen Wirtschaft treffen. Bei etwas, das sie gerne tun – beim Segeln. Und das macht es für Unternehmen, die sich im B2B-Bereich positioniert haben, interessant. Zudem ist Segeln voll im Trend. Auch weil dieser Sport nicht zu Lasten von Umweltressourcen betrieben wird: Die Herausforderung liegt darin, Wind und Wellen Kurs und Geschwindigkeit abzutrotzen.

Man spricht von Wirtschaftskapitänen, die am Steuerrad ihrer Unternehmen stehen und durch Flauten wie wirtschaftlich stürmische Zeiten navigieren. Was können Manager von Seglern lernen?
Strategie, Taktik und Teamwork. Boote, auf denen alle kommandieren, sind nicht die besten Schiffe. Nur dort, wo Chaos herrscht, ist es noch schlimmer. Das Thema ist: Wie geht ein Team unter Druck miteinander um? Auf einem Segelboot herrscht strenge Hierarchie. Jeder hat seinen Platz. Der eine ist Skipper, der andere Navigator und der Dritte hält irgendeine Schot. Das Zusammenspiel aller entscheidet. Klar trägt einer die Letztverantwortung. Aber wenn in den nachgeordneten Stellen etwas nicht funktioniert, kann das das beste Kommando nicht wettmachen.
Der Wind bläst hin und wieder ins Gesicht, manchmal hat man Rückenwind. Aber das gilt auch für den Mitbewerber. Da muss man ein wenig besser, ein wenig schneller und ein wenig perfekter sein und auf der richtigen Seite zum Wind. Und ein bisserl Glück braucht man auch. Aber das Segeln nehmen wir nicht so ganz tierisch ernst.

Das ganze Interview unter
www.diepresse.com

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