Nachbau eines Römerfundes

In Xanten entsteht ein Plattbodenschiff in Originalgröße

Plattbodenschiffe wie der Lastkahn aus Xanten waren im römischen Rheinland die wichtigsten Fahrzeuge für Transporte auf Binnengewässern.

Plattbodenschiffe wie der Lastkahn aus Xanten waren im römischen Rheinland die wichtigsten Fahrzeuge für Transporte auf Binnengewässern.

Die deutsche Stadt Xanten liegt am unteren Niederrhein im Nordwesten Nordrhein-Westfalens und ist einem hierzulande kein Begriff. Archäologen hingegen wissen mit Xanten etwas anzufangen, denn 1991 fand man dort ein römisches Plattbodenschiff, das als veritable Sensation galt. Es war zur Hälfte erhalten, wurde aufwändig restauriert und ist eine der Attraktionen im Xantener Römermuseum.
Nun geht man noch einen Schritt weiter und baut ebendort ein solches Schiff nach. Bis November entsteht in einem Zelt neben dem Museum eine Nachbildung in der ursprünglichen Größe. Einmal fertiggestellt, wird das Schiff probeweise zu Wasser gelassen. Danach soll die nach einer antiken Göttin getaufte "Nehalennia" im Mittelpunkt eines Ausstellungsbereichs zum Thema Schifffahrt und Handel stehen.
Die Arbeiten auf der Werft leitet der Utrechter Schiffbauer Kees Sars, der unter anderem schon am Nachbau des Ostindien-Seglers "Batavia" im niederländischen Lelystad mitgearbeitet hat. Aus Zeit- und Kostengründen nehmen Sars und seine Leute zwar modernes Werkzeug zur Hand, ansonsten geht es auf der Werft aber originalgetreu zu. Die Eichenholzteile werden mit rund 1900 handgeschmiedeten Eisennägeln befestigt. Abgedichtet wird der Schiffsrumpf mit einer Mischung aus Öl und Harz. Museumsbesucher können von einer Rampe aus den Werftarbeitern zuschauen, außerdem gibt es ein Mitmachprogramm und spezielle Führungen zum Thema Schifffahrt und Schiffbau bei den Römern auf.

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