Roboti, roboti

Österreichs Weltmeister im Roboter-Segeln wollen in Portugal ihren Titel verteidigen

Optimierungen an den intelligenten Steueralgorithmen sollen dem österreichischen Team zum Sieg verhelfen. Hätten wir doch in Mathematik besser aufgepasst ¿

Optimierungen an den intelligenten Steueralgorithmen sollen dem österreichischen Team zum Sieg verhelfen. Hätten wir doch in Mathematik besser aufgepasst ¿

Bei der diesjährigen Weltmeisterschaft im Roboter-Segeln, die vom 6. bis 12. Juli in Portugal ausgetragen wird, treten unbemannte Segelboote ganz ohne menschliches Eingreifen gegeneinander an. Mit dabei auch das österreichische Team der Gesellschaft für innovative Computerwissenschaften (InnoC), das sich mit seiner ASV Roboat bei der Heim-WM im vergangen Jahr den Weltmeistertitel holte.

Die letzten Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Das österreichische Forscherteam rund um Roland Stelzer und Karim Jafarmadar bereitet sich und sein Boot, der ASV Roboat,\u00A0 auf den großen Wettkampf Anfang Juli in Portugal vor. Die Technologie muss perfektioniert werden, schließlich ist das Boot bei den Wettkämpfen am Atlantik ganz auf sich allein gestellt.

Roboter-Segelboote führen die komplexen Abläufe des Segelns vollautonom und ohne menschliches Zutun durch. Angefangen von der Berechnung der optimalen Route anhand von Wetterdaten bis hin zur selbstständigen Durchführung von Wende und Halse sind autonome Segelboote durch die Analyse von Sensordaten mittels künstlicher Intelligenz fähig, jedes beliebige Ziel anzusegeln. Lediglich die Eingabe der Zielkoordinaten erfolgt durch einen Menschen.

Die internationale Konkurrenz im Bereich des Roboter-Seglens wird immer größer. Die Teilnehmerzahl an der Roboter-Segel Weltmeisterschaft hat sich im Vergleich zum letzen Jahr von vier auf neun teilnehmende Boote mehr als verdoppelt. Das amtierende Weltmeisterboot aus Österreich muss sich gegen Konkurrenten aus der Schweiz, Frankreich, Großbritannien, Portugal und den USA durchsetzen. Der Leiter des Roboat-Teams Roland Stelzer zeigt sich dennoch zuversichtlich. „Wir haben im vergangen Jahr viel an unserem Boot weiterentwickelt. Vor allem im Bereich der Antriebsmechanik für Ruder und Segel gibt es erhebliche Neuerungen. Das erhöht die Zuverlässigkeit und Stabilität des Bootes enorm“, so Stelzer. Des weiteren sollen ein ausgereiftes Energiekonzept, neue Segel, sowie\u00A0 Optimierungen an den intelligenten Steueralgorithmen dem österreichischen Teilnehmer zum Sieg verhelfen.

Über mögliche Anwendungsgebiete der Technologie von Roboter-Segelbooten wird unter anderem auf der wissenschaftlichen Konferenz, die zeitgleich mit der Weltmeisterschaft in Portugal abgehalten wird, diskutiert. Derartige Technologien könnten beispielsweise für meteorologische Messungen auf den Weltmeeren eingesetzt werden, oder zur Sicherheit im Yachtsport beitragen. Das österreichische Forscherteam arbeitet derzeit zusammen mit einer amerikanischen Universität an einem Projekt zur Erforschung von Walen im Pazifik.

Das Roboat-Team wird unterstützt von Raiffeisen, CBS Sails, Maritimo, Light Weight Energy, Smart Fuel Cell, der Stadt Wien und dem Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung. Weitere Technologiepartner und Sponsoren sind herzlich willkommen.

www.roboat.at

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