Gewusst, wie

Sicher unterwegs mit Auto, Boot und Anhänger: Tipps vom ADAC

Vor dem Start der Wassersportsaison steht für viele Bootbesitzer zunächst eine Fahrt mit dem Schiff auf der Straße, um die Yacht vom Winterquartier an den jährlichen Liegeplatz oder ins Urlaubsdomizil zu bringen. Auf dem Weg in den sicheren Hafen sollten aber einige Regeln beachtet werden, damit das Boot am Ende nicht auf dem Trockenen liegen bleibt.
Welche das sind, hat der deutsche ADAC zusammengestellt, mit über 16 Millionen Mitgliedern größter Automobilclub Europas und nach dem amerikanischen AAA (America Automobile Association) und dem japanischen JAF der drittgrößte Automobilclub der Welt:

Durch den Sportboot-Anhänger verändert sich die Fahrdynamik. Vor allem werden die Bremswege werden deutlich länger. Sportboote sind grundsätzlich so zu sichern, dass selbst bei Vollbremsung oder plötzlichen Ausweichmanövern das Boot nicht verrutschen, umfallen oder hin- und herrollen kann, weist der ADAC auf die Straßenverkehrsordnung hin Zur Sicherung dürfen nur spezielle Zurrmittel eingesetzt werden. Sie müssen den Kennzeichnungsvorgaben der EU-Norm DIN EN 12195-2 entsprechen. Alle Einzelteile eines textilen Zurrgurtes müssen deshalb über ein fest angebrachtes Etikett mit Zurrkraft und Verschleißfestigkeit verfügen. Gleiches gilt für Drahtseile oder Verzurrketten. Hanf- oder Textilseile wie sie an Bord benutzt werden, sind für die Ladungssicherung auf dem Trailer nicht erlaubt. Beschädigte oder geknotete Zurrmittel sind ebenso tabu.

Wer sein Boot optimal sichern will, dem empfiehlt der ADAC vier Gurte zum direkten Verzurren. Sie sollten handfest vorgespannt und in den vorgesehen Ösen des Anhängers eingehakt werden. Die Gurte sollten jeweils eine Zurrkraft (LC-Wert laut Etikett in daN) von mindestens dem halben Bootsgewicht aufweisen. Der Zurrwinkel sollte möglichst flach sein. Je mehr Punkte zur Befestigung genutzt werden, desto besser. Können Gurte aufgrund fehlender Möglichkeiten nicht am Boot nicht im direkt angelegt werden, kann über Bug und Heck eine Art Kopfschlinge gelegt werden. In diese werden dann jeweils links und rechts zwei Zurrgurte angelegt.
Je mehr Auflagefläche das Boot auf dem Hänger hat, desto besser. Dabei sollten gegebenenfalls rutschfeste Unterlagen eingesetzt werden.

Wer gegen die Bestimmungen der Ladungssicherung verstößt, riskiert neben Sachschäden ein Bußgeld, kommen fremde Personen oder Sachen zu Schaden, sind Ersatzansprüche zu erwarten.

Neulingen unter den Gespannfahrern empfiehlt der ADAC zusätzlich ein Fahrsicherheitstraining. Dort werden unter anderem richtiges Manövrieren und Ausweichen geübt sowie wichtige Tipps zur Handhabung eines Anhängers gegeben.

Weitere Artikel aus diesem Ressort

Ressort News

Wer suchet, der findet

Was machen, wenn der Außenborder streikt? Meist sind Bedienungsfehler daran schuld. Wir gehen in 13 ...

Ressort News

Unklare Verhältnisse

Juni 2022: Die private Monatsbilanz von Judith Duller-Mayrhofer

Ressort News

Reifeprüfung

Die Rolle des Skippers ist mit viel Arbeit und noch mehr Verantwortung verbunden. Wer sich zum ersten Mal ...

Ressort News

Wo die wilden Katzen wohnen

Robertson & Caine zählt zu den erfolgreichsten Bootsbau-Unternehmen der Welt. Unter der Marke Leopard ...

Ressort News

Heißes Eisen

Grillen liegt auch auf See im Trend. Heino Huber, Spitzenkoch aus Vorarlberg, verrät, welche Fehler es ...

Ressort News

Schwimmender Garten

Frische Kräuter bringen Abwechslung in die Bordküche und sind gar nicht so schwierig zu ziehen. Worauf es ...