Streckenrekord für MOD70-Trimaran

Wilder Ritt von „Musandam-Oman Sail“ zum Auftakt der Kieler Woche

¿Musandam-Oman Sail¿ glänzte mit Fabelzeiten

¿Musandam-Oman Sail¿ glänzte mit Fabelzeiten

Der pfeilschnelle Trimaran „Musandam-Oman Sail“ hat das Auftaktwochenende der Kieler Woche bei den Seeseglern eindrucksvoll dominiert. Nach einen neuen Streckenrekord beim Welcome Race nach Eckernförde, als war der 21 Meter lange MOD 70 deutlich unter zwei Stunden blieb, war das Dreirumpfboot auf dem Rückweg noch deutlich schneller. Für die 20,4-Seemeilen-Strecke bis Kiel-Leuchtturm brauchte die internationale Crew um Skipper Damian Foxall (Irland) mit den beiden Norddeutschen Anna-Maria Renken und Tim Kröger nur 52 Minuten und 33 Sekunden. Für die gemeinsame Wertung als schnellstes Boot in beiden Wettfahrten gab es am Abend bei der Siegerehrung den größten Pokal des Tages, die Krupp-Trophäe.
Starke bis stürmische nordwestliche Winde machten die Rückregatta zu einem noch wilderen Ritt über zwei Meter hohe Wellenberge als schon das Welcome Race gewesen war. „Ein phantastischer Ritt, einfach grandios“, jubilierte Kröger, „ich segele nun schon seit vielen Jahren Regatten, aber das war eine der besten überhaupt.“ Als Navigator sorgte der Hamburger für die korrekte Rundung aller Bahnmarken. Das lief besonders am Vortag im Minutentakt ab. Mit Spitzengeschwindigkeiten um die 40 Knoten pflügte die weiße „Musandam-Oman Sail“ das Wasser aufschäumend über die Kieler Bucht.

„Wir haben aus Sicherheitsgründen auf den Gennaker verzichtet und sind mit einfach gerefftem Großsegel und kleiner Fock unterwegs gewesen“, berichtete Foxall von der Rücktour, „die neu zusammen gesetzte Mannschaft hat die harten Bedingungen aber sehr gut gemeistert.“ Sein Lob ging an die Trimmer, die „immer vorausdenken mussten“. „Wir haben gekurbelt wir die Verrückten und erst hinter der Ziellinie die Augen wieder geöffnet“, so Anna-Maria Renken über die Rauschefahrt.
Mit der starken Brise schräg von hinten erreichte die „Musandam-Oman Sail“ am Sonntag eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 23,3 Knoten; das sind fast 45 km/h. Beim Welcome Race hatte der Tri für 27,5 Seemeilen aus der Innenförde heraus vor die Nachbarstadt eine Stunde, 47 Minuten und 22 Sekunden gebraucht. Das waren 19 Minuten und 28 Sekunden weniger als der 12-Meter-Katamaran „SAP Extreme 40“ in 2013. Damit geht er in die Annalen der 132-jährigen Kieler Woche ein.

„Das ganze Team und unser Land ist sehr stolz auf uns und die Leistung beim ersten Kieler Woche-Auftritt“, sagte Mohsin Al Busaidi, einer von drei omanischen Seglern in der Crew, der 2009 schon um die Welt gesegelt und auch ein Manager des Projekts Oman Sail ist. Im Sultanat sollen vor allem junge Menschen an den Segelsport herangeführt und in ihrer Persönlichkeit weiterentwickelt werden. Auf der Kieler Woche ist der Oman zudem bis Dienstag mit einer Pagode auf der Kiellinie beim Camp24/7 vertreten und präsentiert sich als Premium-Urlaubsziel. „Unser Segelrekord war dort das Tagesgespräch“, so Al Busaidi, „die Menschen kamen in Strömen und wollten wissen, wer wir sind und wo wir herkommen.“

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