Tornado-Team ohne Code Zero

Hagara/Steinacher vermessen konventionellen Tornado-Gennaker, Amerikaner und Niederländer Code Zero

Ohne Beanstandung wurde der Olympia-Tornado von Roman Hagara und Hans Peter Steinacher am Mittwochnachmittag (Ortszeit) von den offiziellen Vermessern zur ersten Wettfahrt – Practice Race am Donnerstag ab 13 Uhr (Ortszeit) - zugelassen. Wie die australischen Gold-Favoriten Bundock/Ashby setzen auch die Doppelolympiasieger aus Österreich auf bewährtes Material. Roman Hagara ist nach einer überstandenen Magenverstimmung wieder fit.
„Wir waren sehr gut vorbereitet, haben die Vermessung rasch über die Bühne gebracht“, erklärte Vorschoter Steinacher, der sich gemeinsam mit Steuermann Hagara vom Wirbel rund um das Code 0-Segel nicht beeinflussen lässt: „Dass die Amerikaner und die Holländer einen Code Zero statt einen normalen Gennaker einsetzen werden, ändert nichts daran, dass wir uns auf die eigenen Performance konzentrieren. Wir haben aktuell genug mit dem Setup unseres Tornados zu tun. Sich jetzt Gedanken zu machen, wäre einfach nur Zeitverschwendung.“
Roman Hagara, der die letzten zwei Tage mit einer Magenverstimmung zu kämpfen hatte, hat das Practice-Race am Donnerstag im Visier: „Ich fühle mich wieder einigermaßen gut. Der Magen hat sich anscheinend erholt. Morgen sind Startübungen wichtig und wir müssen noch das richtige Gefühl für die Strömung finden.“ Am Dienstag und Mittwoch wurde nicht am Wasser trainiert.

Zwei Teams mit Code-Zero
Auch die Code 0-Segel der Teams Niederlande und USA wurden endgültig vermessen und zugelassen. Angebrachte Verstrebungen, welche das Segel am Gennakerbaum zusätzlich stabilisieren sollen, wurden jedoch als regelwidrig eingestuft und mussten entfernt werden. Hagara: „Ob die Segel nun noch gleich effizient sind, kann ich nicht beantworten. Nach unserem Verständnis ist das Material so oder so nicht regelkonform.“

Mitch Booth/Pim Nieuwenhuis (NED) haben beide Varianten vermessen. Bis Donnerstag 17 Uhr müssen sie eine endgültige Entscheidung treffen. Pikant ist, dass die Niederländer somit entweder einen normalen Gennaker oder das Code 0-Segel als Ersatzmaterial in die Regatta mitnehmen. Tauschen darf man zwischendurch nicht. Nur im Fall, dass die erste Wahl irreparabel zu Bruch geht ...

Windprognose
Laut dem Meteorologe Alessandro Pezzoli könnte die Windgeschwindigkeit im Segelrevier von Qingdao in den ersten drei Tornado-Tagen auf bis zu zehn Knoten ansteigen. „Das müssen wir uns noch genau und Tag für Tag ansehen. Wie man in den anderen Klassen gesehen hat, ist hier gar nichts normal und man darf mit stark wechselnden Bedingungen rechnen. Wer die Nerven behält und auch Rückschläge gut wegstecken kann wird überleben“, erklärt Hans Peter Steinacher.

Quelle: Mario Schoby, Media Service Management

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