In zwei Stunden über den Pazifik

Chinesische Wissenschaftler arbeiten an einem Überschall-U-Boot

Mit dem Super-U-Boot käme man in zwei Stunden von Shanghai nach San Francisco

Mit dem Super-U-Boot käme man in zwei Stunden von Shanghai nach San Francisco

Chinesische Wissenschaftler arbeiten an einer Technologie, mit der es möglich sein soll, den Pazifik in einem U-Boot in weniger als zwei Stunden zu durchqueren. Das Boot wird fast zur Gänze von ein Luftblase umschlossen, dadurch verringert sich der Reibungswiderstand, der im Wasser deutlich höher ist als in der Luft, extrem. Bereits in den 1970ern hat das russische Militär nach diesem Prinzip der Superkavitation Torpedos entwickelt, die eine Höchstgeschwindigkeit von 370 km/h erzielten, ab auch Deutschland, die USA und andere Staaten verfügen über derartige Unterwassergeschosse, die aufgrund ihrer Geschwindigkeit von feindlichen Zielen so gut wie nicht abzuwehren sind. Theoretisch kann mit Superkavitation eine Höchstgeschwindigkeit von 5.800 km/h erreicht werden, was eine Durchquerung des Pazifiks von Shanghai nach San Francisco in weniger als zwei Stunden ermöglichen würde.
Ehe der erste Mensch in einem Überschall-U-Boot durchs Wasser schießt, gilt es allerdings noch ein paar kleine Probleme in den Griff zu bekommen. Zunächst muss das Gefährt auf eine Geschwindigkeit von etwa 100 km/h beschleunigt werden, ehe sich eine Luftblase bilden kann – nicht leicht aufgrund des bis dahin bestehenden großen Reibungswiderstandes des Wassers. Außerdem ist die Steuerung ein großes Fragezeichen. Schließlich ist das U-Boot komplett in der Luftblase eingeschlossen, daher hat das Ruder keinen Wasserkontakt. Und nicht zuletzt bräuchte das Ding aufgrund der hohen Beschleunigung Unmengen an Treibstoff, was die Reichweite einigermaßen beschränken würde. Aber wo ein Wille ist, ist auch ein Weg …

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