Rätsel um vermisste Charteryacht in Kroatien

Österreichische Crew in Kroatien vermisst

Sechs Österreicher (vier Männer, zwei Frauen) haben am 4. November eine Oceanis 510 für zwei Wochen ab Split gechartert, am 18. November hätte das – wie im Chartergeschäft üblich – im voraus bezahlte Schiff in Dubrovnik der kroatischen Charterfirma Adria Coral Charter retourniert werden sollen. Zum vereinbarten Rückggabetermin ist die Gruppe jedoch nicht erschienen, seither fehlt von Schiff und Crew jede Spur. Versuchte Kontaktaufnahmen via Handy und Funk blieben ohne Ergebnis. Es gibt keine Hinweise darauf, dass die Yacht in einen anderen Hafen eingelaufen ist. Gegen einen befürchteten Unfall spricht, dass es in den vergangenen Wochen keinerlei Unwetter in der Adria gegeben hat. Derzeit läuft die Suche nach Yacht und Crew auf Hochtouren, mittlerweile gibt es auch ein Statement des österreichischen Außenministeriums, wonach die Personen aufgrund ihrer Daten nicht als Österreicher identifiziert werden konnten:

Das Außenministerium wurde am 20. November informiert, dass ein gechartertes Segelschiff in Kroatien mit angeblich österreichischer Besatzung verschwunden sei. Das Schiff war am 4. November in Split gechartert worden und hätte am 18. November in Dubrovnik zurückgegeben werden sollen. Intensive Nachforschungen seitens der österreichischen Botschaft in Zagreb sowie des Honorarkonsulats in Split bei den relevanten kroatischen Stellen sowie eine Prüfung aller Informationen durch das österreichische Innenministerium kamen zum Ergebnis, dass sämtliche Angaben zur Identität der Schiffsbesatzung offensichtlich nicht der Wahrheit entsprechen. Die von der Schiffsbesatzung angegebenen Daten zu Namen, Geburtsdaten und Reisepässen sind keinen Personen in Österreich zuordenbar. Die wahre Identität der Schiffsbesatzung bleibt also nach wie vor unbekannt. Beim Außenministerium haben sich bisher auch keine Angehörigen der Schiffsbesatzung gemeldet. Die kroatischen Behörden wurden über diese kriminalpolizeilichen Erkenntnisse informiert und ersucht, weitere sachdienliche Erkenntnisse zu liefern, nach deren Vorliegen die Entscheidung über weitere Untersuchungen von österreichischer Seite getroffen werden wird.

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