Europas Yachten des Jahres

Heuer fand die EYOTY-Wahl zum 15. Mal statt. Die fünf Sieger wurden zum Auftakt der boot in Düsseldorf gekürt

Europas Yachten des Jahres

Sieger Fahrtenyachten – Sun Odyssey 440
Nach Jahren der Agonie lässt Jeanneau mit einem Feuerwerk an Ideen aufhorchen. Bemerkenswerteste Innovation ist das von Philippe Briand entwickelte Walkaround-Cockpit. Es wartet mit Seitendecks auf, die Richtung Plicht abgeschrägt sind (ähnlich einer Slipanlage) und stufenlos nach achtern um die Räder führen. Eine fantastische Lösung für eine Fahrtenyacht, da sich die Crew während des Segelns und bei Manövern sicher auf den Seitendecks bewegen kann. Außerdem ist die Sicht vom Steuerstand aus nach vorne famos. Preis (exkl. MwSt.): € 191.300,–
www.trend-travel-yachting.com

Sieger Performance-Cruiser – Club Swan 50
Vor fast 20 Jahren hat eine italienische Investorengruppe um Leonardo Ferragamo die Mehrheit an der Werft aus Pietarsaari übernommen, bei der Club Swan 50 ist der Einfluss der Italiener spürbarer als je zuvor. Konstrukteur Juan Kouyoumdjian zeichnete einen Rumpf, wie es ihn in dieser Radikalität im Serienyachtbau noch nicht gegeben hat. Nautor will mit der Club Swan 50 eine internationale Einheitsklasse etablieren: Gesteuert werden die Yachten im Rennmodus vom Eigner, den Rest erledigt eine Crew, in der maximal vier Profis am Werk sein dürfen. Die braucht man auch, wenn alle Manöver flutschen sollen. Preis (exkl. MwSt.): € 1.100.000,–
www.nautorswan.com

Sieger Spezial-Yachten – Beneteau Figaro 3
Die Entwicklung eines für die Figaro-Szene bestimmten One-Design-Monohulls tangiert im Normalfall nur eine Minderheit. Durch den geschickten Schachzug, die Figaro 3 serienmäßig mit Foils auszustatten, gelangte diese aber schlagartig zu internationaler Bekanntheit. Diese Foils bewirken keine dramatische Reduktion der benetzten Fläche und bringen das Boot garantiert nicht zum Fliegen. Ihre Aufgabe ist es vielmehr, das aufrichtende Moment zu erhöhen und die Abdrift zu verringern.
Preis (exkl. MwSt.): € 150.000,–
www.masteryachting.com

Sieger Luxus-Yachten – Amel 50
Die französische Werft bleibt bei aller Neuorientierung dem Spirit ihres Gründers Henri Amel treu – und das ist gut so. Nach Amel 65 und 55 lief im Vorjahr die Amel 50 vom Stapel, ein Racoupeau-Design, das sich bei näherer Betrachtung als höchst innovative Yacht entpuppt, aber gleichzeitig jene Werte vertritt, die man von einer Amel erwartet. Auf den ersten Blick fällt der Wechsel von der gewohnten Ketschtakelung, mit der Amel berühmt geworden ist, auf eine Sluptakelung auf.
Blendende Figur machte die Amel 50 unter Segel. Voraussetzung dafür sind der gut segelnde Rumpf und die äußerst komplette Segelkonfiguration, die keine Wünsche offen lässt. Ein optischer und haptischer Genuss ist der Innenausbau, für den wahlweise helle Eiche, Mahagoni oder Palisander verwendet wird.
Preis (exkl. MwSt.): € 750.000,–
www.kronenberg-yachting.com, www.amel.fr

Sieger Mehrrumpfboote – Neel 51
Die 2010 von Eric Bruneel gegründete Werft verfügt aktuell über drei Trimarane – Neel 45, 65 und neuerdings eben Neel 51. Die Newcomerin hat eine beachtliche Am-Wind-Segelfläche von 171 Quadratmetern und eine ebenso beachtliche Wohnfläche von 110 Quadratmetern. Schon beim Betreten fällt die unglaubliche Weitläufigkeit des mit knapp neun Metern extrem breiten Bootes auf. „Cocklon“ bezeichnet Bruneel den aus Salon und überdachtem Cockpit bestehenden Bereich, der dank Schiebtüre eine Einheit bildet und in seinen Dimensionen eher an eine Luxuswohnung als an eine Yacht erinnert. Die Neel 51 zeigt aber auch beim Segeln Stärke. Bei Leichtwind wirkt sie wie ein sehr sportlicher Performance-Cruiser – Gefühl am Rad, Beschleunigung –, sogar eine minimale Krängung ist spürbar. Legt der Wind zu, löst man die Eintrittskarte in die Welt des Schnellsegelns. Preis (exkl. MwSt.): € 669.800,–
www.trend-travel-yachting.com


Weitere Infos unter www.europeanyachtoftheyear.com

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