Wer will mich?

Der berühmte Windjammer Alexander von Humboldt steht um 3,8 Mille zum Verkauf

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Wer will mich?

Wer kennt dieses Bild nicht: Grüner Rumpf, grüne Segel, rauschende Fahrt, und das alles zum Wohle von Beck’s Bier. Die Bark Alexander von Humboldt war Blickfang in zahlreichen Werbespots und zählt zu den bekanntesten Windjammerschiffen der Welt. Doch nun soll sie verkauft werden: Der Eigentümer, eine Stiftung mit Sitz in Bremerhaven, die die Ausbildung von Jugendlichen auf traditionellen Segeschiffen fördert, hat einen einen entsprechenden Vertrag mit dem Hamburger Schiffs- und Yachtmakler AS-Yachts unterschrieben, der die Alex nun auf dem Markt anbieten soll. Preis: rund 3,8 Millionen Euro.
Findet sich tatsächlich ein Käufer, kann man den Erlös gut brauchen, denn die Stiftung Sail-Training will ein neues Schiff bauen, einen Dreimaster nach dem Vorbild des indonesischen Segelschulschiffs Dewarutji . Sie soll etwas größer als ihre Vorgängerin sein und statt 35 rund 55 Segel-Trainees an Bord nehmen können. Es wäre der erste Windjammer-Neubau in Deutschland seit 1957, als das Marine-Schulschiff Gorch Fock gebaut worden war. Stammcrew des rund 65 Meter langen Seglers werden wieder ehrenamtliche Nautiker sein.
"Wir bauen kein Luxusschiff, sondern wir wollen weiter traditionelle Seefahrt betreiben, wo man auch einen Tampen in die Hand nehmen muss", sagt Stiftungs-Vorstand Diedrich Rickens. Der Neubau ist mit rund 15 Millionen Euro kalkuliert. Ein Teil davon soll über Banken finanziert werden, der weitere Teil wird über Spenden und eben den Erlös für die alte Alex bezahlt. Grund für den Neubau sind die teils hohen Kosten für den gemeinnützigen Betreiberverein, um das Segelschulschiff auf technisch sicherem Stand zu halten.
www.gruene-segel.de

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